Gewalt- und Suchtprävention Sportanlage soll Delmenhorster Jugendliche von der Straße holen

Das Vorbild für das Delmenhorster Hood-Training stammt aus Bremen. Dort gibt es die Sportanlagen samt Trainingspersonal seit 2010 über die „Stiftung Aktion Hilfe für Kinder“. Archivfoto: Ingo Wagner/dpaDas Vorbild für das Delmenhorster Hood-Training stammt aus Bremen. Dort gibt es die Sportanlagen samt Trainingspersonal seit 2010 über die „Stiftung Aktion Hilfe für Kinder“. Archivfoto: Ingo Wagner/dpa

Delmenhorst. Die Stadt Delmenhorst will mehr Jugendliche und junge Erwachsene von der Straße holen. Ende Mai soll ein neues Sportprogramm über eine mobile Trainingsanlage gestartet werden.

Das geht aus den Unterlagen zum nächsten Jugendhilfeausschuss (15. Mai, 17 Uhr, Rathaussaal) hervor. Bei dem sogenannten Hood-Training sollen junge Menschen vorwiegend aus bildungsfernen Schichten über eine mobile Trainingsanlage „sinnvoll beschäftigt und vor Fehlverhalten bewahrt werden“, heißt es darin. Diese Anlage soll in „stark belasteten Stadtteilen“ aufgebaut werden. Im Wesentlichen soll das Angebot zum Beispiel aus Abenteuer- und Erlebnissport sowie aus pädagogischen Elementen bestehen.

Kriminalbelastung am Bahnhof ist Hintergrund des Programms

Hintergrund ist die Kriminal- und Störbelastung am Delmenhorster Bahnhof und seinem Umfeld im vergangenen Jahr. Die Idee hierzu sei durch verschiedene (Jugend-)Gruppen entstanden, heißt es. Das Angebot soll zwei Mal in der Woche und gerade in den Ferien stattfinden. Wie die Edelstahl-Anlage aussieht, wird bei einem Schau-Training Ende Mai im Rahmen eines Sommerfestes im Wollepark zu sehen sein. In einer Testphase soll bis zum Herbst geprüft werden, wie das Angebot angenommen. Finanziert wird das Projekt zunächst bis Jahresende aus einer Großspende und aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, das für die Honorare der Hood-Trainer aufkommt.

KPR hat Federführung

Federführend ist der Kommunale Präventionsrat (KPR) der Stadt, der sich für das Hood-Training die Streetworker der Diakonie mit ins Boot holt. So soll es ermöglicht werden, ein kostenloses Sportangebot zur Gewalt- und Suchtprävention für Jugendliche auf die Beine zu stellen.


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