14 Kinder von sieben Schulen Grundschulen ermitteln die besten Vorleser Delmenhorsts

Von Kea Neeland

Die vier Finalisten des Vorlesewettbewerbs freuen sich über ihre Preise: (von links) Maximilian Wedel, Gewinnerin Katharina Nanninga, Luis Müller und Lea-Maria Rabe. Foto: Kea NeelandDie vier Finalisten des Vorlesewettbewerbs freuen sich über ihre Preise: (von links) Maximilian Wedel, Gewinnerin Katharina Nanninga, Luis Müller und Lea-Maria Rabe. Foto: Kea Neeland

Delmenhorst. Bereits zum 15. Mal fand der Vorlesewettbewerb der Delmenhorster Grundschulen statt. Auch in diesem Jahr war es eine knappe Entscheidung.

Der Vorlesewettbewerb der Grundschulen in der Stadt sei wie ein Spiel im Weserstadion, nur kleiner, sagt Norbert Boese vom Rotary Club Delmenhorst: „Es geht um ein faires Spiel und gute Stimmung.“ Bereits zum 15. Mal fand gestern der Wettbewerb statt, der seither vom Rotary Club unterstützt wird. Dieses Jahr haben sieben Grundschulen daran teilgenommen. Vorher hat jede Schule einen Schulsieger ermittelt, der nun im Stadtwettbewerb antreten durfte. Da nicht alle der 14 Grundschulen teilnehmen, sind auch die zweitplatzierten Schulsieger als Teilnehmer angetreten. Die diesjährige 13-köpfige Jury bestand aus Mitgliedern der Rotarier, ihren Ehepartnerinnen sowie Sabine Jünemann von der gleichnamigen Buchhandlung und Ulrike Schönherr, Leiterin der Kinder- und Jugendbuchabteilung der Stadtbücherei.

14 Kinder treten in Gruppen gegeneinander an

Die 14 Kinder sind in vier Gruppen unterteilt worden, wobei darauf geachtet wurde, dass keine Kinder derselben Schule in einer Gruppe sind. In der ersten Runde haben die Schüler ihren Text selbst ausgesucht und vorgelesen. Dabei waren Kinderbuchklassiker wie „Michel von Lönneberga“, „Hexe Lilli“ oder „Jim Knopf“. Aber auch Passagen aus Büchern wie „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ wurden vorgelesen. In einer zweiten Runde bekamen die Kinder einen ihnen unbekannten Text aus dem Buch „Unterwegs mit Kaninchen“ von Benjamin Tienti, den sie fortlaufend vorlesen mussten. Die Jury ermittelte anschließend aus jeder Gruppe Sieger, die in einer finalen Leserunde gegeneinander angetreten mussten. Dabei waren die Schulen der Kinder den Jurymitgliedern die ganze Zeit unbekannt, um Neutralität gewährleisten zu können.

Finalisten müssen unbekannten Text vorlesen

Die vier Finalisten lasen wieder einen unbekannten Text. Dieses Mal war es ein Ausschnitt aus dem Buch „Amy und die geheime Bibliothek“ von Alan Gratz. Zusätzlich haben alle Kinder zu ihrem mitgebrachten Buch ein Plakat gestaltet, das auch mit einem Preis prämiert wurde. Diesen hat Luis Müller für sein Plakat zum Buch „Nur mal schnell das Faultier wecken“ gewonnen. „Das Siegerplakat war eindeutig, aber alle anderen Plakate haben dieselbe Stimmzahl. Das spricht für die Qualität eurer Plakate“, sagt Insa Nessen, Schulleiterin der Grundschule an der Beethovenstraße. Alle Kinder haben eine Teilnehmer-Urkunde und einen Buchpreis erhalten. Die vier Finalisten bekamen dazu noch einen Extrapreis. Nessen betonte, wie knapp die Entscheidung war, da alle Kinder klar und flüssig gelesen haben.

„Ich mag manchmal nicht aufhören mit Lesen“

Den Lesewettbewerb gewonnen hat Katharina Nanninga von der Grundschule Deichhorst. Sie bekam den Wanderpokal von der Gewinnerschule vom vergangenen Jahr, der Käthe-Kollwitz-Schule. Katharina hat aus dem Buch „Lilly - Total verrückt und auch ganz anders“ von Patricia Schröder vorgelesen, weil sie Spaß daran gehabt habe und die Figuren mag, wie sie sagt. „Ich lese gerne und manchmal macht es so viel Spaß, dass ich gar nicht aufhören mag“, sagt die Zehnjährige.


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