Regen kostet Besucher Autofrühling zieht Tausende in Delmenhorster Innenstadt


Delmenhorst . Auf Hochglanz polierte Karosserien vom 1967er Cadillac bis zum modernen Ein-Liter-VW XL1 mit Flügeltüren haben am Sonntag in der Delmenhorster Fußgängerzone die Blicke einiger tausend Besucher auf sich gezogen.

„Zufrieden dem Wetter entsprechend“ zeigt sich Eyke Swarovsky, Kommunikationsmanager der ausrichtenden Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft (dwfg), mit dem Verlauf des 13. Delmenhorster Autofrühlings.

Die rund 20.000 Besucher, die im Vorjahr bei schönstem Sonnenschein kamen, dürften an diesem Sonntag nicht erreicht worden sein. „Aber mittags und am frühen Nachmittag, als die Sonne herauskam, war der Lauf wirklich gut und die Kunden hatten Spaß“, berichtet Christian Wüstner, Sprecher der City-Kaufleute, die sich mit einem verkaufsoffenen Sonntag einbrachten. Zahlreiche Geschäfte in der Innenstadt und im weiteren Stadtgebiet verbuchten viel Zulauf bei der laut Gameground-Inhaber Wüstner „generell sehr guten Aktion“. Nur habe der Regen etwa zwei Stunden zu früh eingesetzt und die Fußgängerzone nach und nach „leergefegt“.

Aussteller loben angenehmes Publikum

„Das war ärgerlich“, bestätigt dwfg-Sprecher Swarovsky. Zuvor seien aber sowohl die vielen beteiligten Autohäuser als auch die anderen Aussteller, etwa auf der „Touristikmeile“ vor dem Hertie-Leerstand, voll des Lobes gewesen. Als „sehr angenehmes Publikum“ordneten sie die Delmenhorster ein. Die dwfg ihrerseits freute sich über mehr eigene Aktionen der Autohändler aus Delmenhorst und umzu, die sich zudem an immer ausgefeilteren Messeständen präsentieren. Ähnliches gelte für andere Aktive wie die Tuning-Ausstellung des Bremer „FASTeams“, die 26 aufgepimpte Fahrzeuge zeigte, von denen eines extra aus München angerollt war.


„Die Leute sind sehr interessiert und stellen viele Fragen“, bestätigt Markus Krischunas, der mit dem US-Car-Stammtisch Bremen zum fünften Mal beim Autofrühling dabei war und auf dem Schweinemarkt Stellung bezog. „Wie viel verbraucht der denn?“ und „Findet man mit dem überhaupt einen Parkplatz?“ seien die häufigsten Fragen zu seinem 375 PS starken Cadillac de Ville von 1967. 20 Liter auf 100 Kilometern lautet übrigens die erste Antwort und die Parkplatzsuche ist bei 5,69 Metern Länge tatsächlich nicht ohne. Außer positiven Feedback nahm Krischunas vom Autofrühling auch eine neue Kofferraumdichtung mit, die ihm ein anderer Cadillac-Besitzer zusteckte. Das ist der Autofrühling nämlich auch: Ort des Austauschs zwischen Autobegeisterten und Sammlern.

Zweirad-Freunde werden in Markthalle fündig

Über den neuen „Super-Standort“ in der Markthalle freuten sich die Delmenhorster Gruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) und der Fahrradhändler „Rund ums Rad“, auf dessen mitgebrachten Elektrofahrrädern viele Besucher Testrunden drehten. „Ich bin viel mit dem Fahrrad unterwegs, um die 1000 Kilometer letztes Jahr, auch auf Fernradwegen“, freute sich Peter Scholz, dass er auch für seine Interessen etwas beim Autofrühling fand. Der 60-jährige Delmenhorster informierte sich über die ADFC-Feierabendtouren, aber auch über Elektroautos – und lobte das gebündelte Infoangebot des Autofrühlings rund um die Mobilität.


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