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Ermittlungen zur Ursache Großbrand in Abfallbetrieb: Delmenhorster Polizei schließt Fremdverschulden aus

Von Sonia Voigt und Jan Eric Fiedler

Bei Brand der Lagerhalle in Delmenhorst ist ein Millionenschaden entstanden. Foto: Günther RichterBei Brand der Lagerhalle in Delmenhorst ist ein Millionenschaden entstanden. Foto: Günther Richter 

Delmenhorst. Nach dem Brand einer Lagerhalle auf dem Gelände der Abfallwirtschaft Delmenhorst GmbH (ADG) in Annenheide wird von einem hohen Sachschaden ausgegangen. Die Ermittler haben sich mittlerweile zur Brandursache geäußert.

Nach ersten Informationen der Polizei wurde gegen 20.09 Uhr ein Feuer in einer Halle, in der Müll gelagert wird, auf dem ADG-Gelände an der Steller Straße gemeldet. Die Berufsfeuerwehr und alle Freiwilligen Feuerwehren der Stadt rückten aus, schnell sammelten sich zahlreiche Einsatzfahrzeuge und Feuerwehrleute an der Brandstelle. In der laut Stadtwerkegruppe 700 Quadratmeter großen Halle wurden nach Angaben der Polizei Abfälle wie Sperrmüll und Altpapier gelagert. 

Vor Ort war ein Feuerschein aus der brennenden Halle zu sehen sowie eine starke Rauchentwicklung über dem Gebäude. Der Rauch war schnell auch im weiteren Stadtsüden spürbar, doch nach Informationen der Feuerwehr vor Ort unbedenklich, da vor allem Sperrmüll, Papier und Holz brannten. Dennoch wurde aufgrund der starken Rauchentwicklung eine Verkehrsmeldung für Delmenhorst veranlasst. Anwohner der Stadtteile Annenheide und Stickgras wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Wie die Stadtwerkegruppe in der Nacht mitteilten, bestand zu keiner Zeit große Gefahr.

Foto: Günther Richter

Hoher Schaden

Die Löscharbeiten gingen in der Nacht weiter. Um fünf Uhr war das Feuer laut Polizei gelöscht. Es wird weiterhin nach Glutnestern gesucht. Wegen der großen Hitze konnten die Brandursachenermittler der Polizei die Halle erst spät betreten. Zwischenzeitlich gingen sie von einem Totalschaden von drei Millionen Euro aus. Diese Einschätzung korrigierte die Polizei mittlerweile. Wie die Beamten am frühen Donnerstagnachmittag mitteilten, ist das Gebäude nicht komplett niedergebrannt. Sie schätzen den Schaden nun auf 500.000 bis eine Million Euro. Zur Brandursache teilt die Polizei mit, dass "keinerlei Hinweise erlangt wurden, die auf ein Fremdverschulden deuten". Die Ermittler gehen von einer Selbstentzündung des gelagerten Abfalls aus.

Foto: Günther Richter

Zwischenzeitlich hatte die Stadtwerkegruppe mitgeteilt, dass der Brand Folgen auf die Müllabfuhr haben wird: Wie Sprecherin Britta Fengler für die ADG auf Nachfrage sagte, wurden für diese Woche die Touren für den Sperrmüll abgesagt. Wann diese nachgeholt werden oder wann der Sperrmüll wieder regelmäßig abgeholt wird, soll sich in den nächsten Tagen zeigen, so Fengler. 


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