Nutzer sieht Hindernisse Kritik an Fahrradbereich im Delmenhorster Parkhaus verhallt

Stefan Blum demonstriert: Wer sein Rad in einer der unteren Halterungen abstellt, muss sich ducken, da die oberen Halterungen im Weg sind. Foto: Marco JuliusStefan Blum demonstriert: Wer sein Rad in einer der unteren Halterungen abstellt, muss sich ducken, da die oberen Halterungen im Weg sind. Foto: Marco Julius

Delmenhorst. Ein Nutzer hat die Stadtwerkegruppe Delmenhorst auf Hindernisse im Fahrradbereich des City- Parkhauses hingewiesen. Die Antwort fiel relativ knapp aus.

93 Stellplätze für Fahrräder bietet das im Dezember eröffnete neue City-Parkhaus. Ebenerdig – und dank verglaster Elemente zur Straße hin wirkt der Bereich für Zweiräder hell und freundlich. So weit, so gut. Das erhöhte Sicherheitsgefühl durch die Helligkeit zählt auch Stefan Blum zu den Pluspunkten des neuen Parkhauses. Er fährt täglich mit dem Rad zur Arbeit in der Innenstadt und freut sich über die Möglichkeit, sein Rad im Parkhaus sicher abstellen zu können. Zu 90 Prozent zufrieden sei er mit dem Fahrradbereich. Er wolle auch nicht nörgeln. Mit Verbesserungsvorschlägen aber hat er sich an die Stadtwerkegruppe Delmenhorst, die das Parkhaus betreibt, gewandt. Die Antwort fiel relativ knapp aus.

Doch zunächst zu den Kritikpunkten Blums. „Wer versucht, sein Rad in die unteren Ständer einzufädeln, der stößt sich den Kopf an den oberen“, sagt Blum. „Man muss sich unter den Bügeln bücken.“ Wer sein Rad hingegen in den oberen Halterungen abstellen will, der muss es erst anheben „und dann mit ordentlich Kraft bergauf und zusätzlich über einen Widerstand wuchten“. Für Blum ist klar: Gerade ältere oder körperlich schwächere Menschen stehen hier vor einer Herausforderung.

Bordstein nicht abgesenkt

Sein Hauptkritikpunkt: „Ich vermisse Bügel, an denen ich mein Rad abschließen kann. Das sollte heute Standard sein“, findet der passionierte Radfahrer. Aber Blum hat noch weitere Dinge beobachtet. Da wäre der Absatz an einer der beiden Türen zum Fahrradbereich, der eine Schwelle bedeute. Und da wäre der Bordstein vor dem Eingang, der näher zur Marktstraße liegt. „Der Bordstein ist nicht abgesenkt. Man muss dort auf der Fahrbahn anhalten und sein Rad auf den Weg heben. Das ist bei dem Autoverkehr nicht ganz ungefährlich“, betont Blum.

Stefan Blum demonstriert: Wer sein Rad in einer der oberen Halterungen abstellt, muss Kraft aufwenden. Foto: Marco Julius


„Bezüglich des Bordsteines können wir nichts ändern, denn Straßenabsenkungen fallen in den Verantwortungsbereich der Stadt“, teilt Britta Fengler im Namen der Stadtwerkegruppe mit. Was Blums weitere Anmerkungen anbelangt, heißt es kurz: „Wir haben das Parksystem für die Fahrräder ja nicht eigens für uns bauen lassen. Es handelt sich dabei um ein System, das auch in anderen Parkhäusern beziehungsweise Städten verwandt wird und keinerlei Probleme verursacht.“ „Das bedeutet in der Logik also, dass das System auch in Delmenhorst keine Probleme verursacht. Das sehe ich natürlich anders“, sagt Blum.

Pfand hinterlegen

Übrigens: Wer sein Rad im Parkhaus abstellen möchte, der kann sich den Zugang zu dem Bereich im Servicecenter der SWD an der Langen Straße 1 sichern. Dafür muss über die EC-Karte ein Pfand in Höhe von 25 Euro hinterlegt werden. Die Zugangskarte ist dann für zehn Jahre gültig.


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