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16.04.2019, 08:29 Uhr KOMMENTAR

Weniger Verpackungsmüll: Noch ganz am Anfang

Ein Kommentar von Thomas Breuer


Salatgurken kommen seit Kurzem in einigen Supermärkten ohne Plastikhülle aus. Foto: Ulrich Perrey/dpaSalatgurken kommen seit Kurzem in einigen Supermärkten ohne Plastikhülle aus. Foto: Ulrich Perrey/dpa

Delmenhorst. Mit einer ausgezogenen Gurke allein ist dem grundsätzlichen Problem des Verpackungsmülls nicht beizukommen. Ein Kommentar.

Gerade wird in Delmenhorst darüber diskutiert, ob der Gelbe Sack durch eine Gelbe Tonne ersetzt werden soll – und schon bald wird die Stadtverwaltung damit auch die politischen Entscheidungsträger konfrontieren. Sollte die Tonne für Verpackungsabfall tatsächlich kommen, wird eine weitere Debatte – dann über die mutmaßlich richtige Größe der gelben Behälter – schnell folgen.

Das gute Gefühl ist längst weg

In früheren Jahren fühlten wir eifrigen Kunststoffsammler uns noch gut, wenn die Restmülltonne immer leerer blieb und wir prall gefüllte Gelbe Säcke zum Recycling an den Straßenrand stellten. Inzwischen wissen wir: Wiederverwertet wird längst nicht alles, und der Gelbe Sack beruhigt nicht einmal mehr das Gewissen.

Die Mär vom großen Recycling 

Denn weil allem Kunststoff für Verpackungen irgendwann die Mär von einem zweiten Leben als Sitzbank oder Blumentopf angedichtet wurde, landet davon deutlich zu viel auf dem Förderband an der Kasse. Nicht nur als Einwegflaschen, die furchtbar praktisch zu sechst eingeschweißt sind, sondern auch als Hülle für Obst und Gemüse.

Was ist mit den kleinen Gurken?

Schön, dass die große Gurke jetzt ohne Plastikhülle auskommt. Kleine Snack-Gurken aber liegen immer noch in einer Plastikschale, genau wie vieles andere. Allenfalls ein kleiner Anfang ist gemacht, kein bisschen mehr.


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