Flohmarkt in Delmenhorst Schlechtes Wetter lässt Hökermarkt deutlich schrumpfen

Das kalte Wetter hat den diesjährigen Hökermarkt wesentlich kleiner werden lassen als in den Vorjahren. Foto: Sascha Sebastian RühlDas kalte Wetter hat den diesjährigen Hökermarkt wesentlich kleiner werden lassen als in den Vorjahren. Foto: Sascha Sebastian Rühl

Delmenhorst. Nur halb so viele Marktstände wie erhofft konnten am Sonntag beim Hökermarkt gezählt werden. Vor allem der kalte Morgen sorgte bei Ausstellern für Unmut.

Nur rund 150 Aussteller haben am Sonntag beim Delmenhorster Hökermarkt in der Innenstadt ihre Waren präsentiert. Etwa halb so viele wie an warmen Tagen, ärgert sich Veranstalter Jürgen Janssen. "Wir sind nicht zufrieden. Das Wetter hat uns einfach einen Strich durch die Rechnung gemacht." Vor allem Minusgrade am Morgen hätten dafür gesorgt, dass viele der privaten Aussteller ihren Trödel lieber zuhause ließen anstatt ihn zu ihren Ständen durch die Fußgängerzone zu tragen.

Zu manchen Zeiten wurde es voll auf der Langen Straße. Foto: Rühl


 "Da war für viele die Hemmschwelle einfach zu groß. 20 Grad und Sonne sind für uns ideal. Wenigstens ist es trocken geblieben", sagt Janssen, der mit seiner gleichnamigen Firma 440 Flohmärkte in sieben Bundesländern veranstaltet. Im kommenden Jahr müsse zusammen mit der dwfg überlegt werden, wann der Hökermarkt stattfinde. "Vielleicht wäre es im Mai besser."

Foto: Rühl


Foto. Rühl


Aber 150 Standbetreiber trotzten der Kälte und ließen mit Sortimenten von Kinderspielzeug über Kleidung bis zu Technik von gestern Trödlerherzen höherschlagen. So manch ungeliebter Gegenstand wurde angeboten, der schon seit Jahren fester Bestandteil des Marktes ist. Wer zum Beispiel schon immer ein Rad eines DTM-Rennwagens sein Eigen nennen wollte, konnte sich diesen Wunsch bei Marvin Sengstake erfüllen. „Den hat mir ein Bekannter vermacht. Ich habe überlegt, daraus einen Tisch zu machen, aber dann fehlte die Zeit“, erklärt er die Herkunft seiner Ware.

Bei ihnen fällt immer etwas für den Hökermarkt an: Panja Dehn und Siegmar Kersnauskas. Foto: Rühl


Verkauft wird das Rad auf dem Marktplatz am Stand von Panja Dehn und Siegmar Kersnauskas, die schon seit 15 Jahren auf dem Hökermarkt verkaufen. "Die letzten zwei Jahre im Mai war es umsatztechnisch super. Das Wetter heute ist ärgerlich", findet Dehn. Was sie schon öfter beim Markt dabei hatten: Eine Keramiklampe und Radkappen.

Bunt gemischte Tische ließen Trödlerherzen höher schlagen. Foto: Rühl


Beliebt zum Stöbern waren gut sortierte Stände mit CDs, Büchern oder Filmen, aber wirklich begehrt waren typische Trödeltische, an denen nichts zueinander passen wollte. An so einem wurden neben allerlei gebrauchten Dingen auch Rhabarber-Pflanzen angeboten. "Die kommen aus meinem Garten und immer gut an", betont ihr Besitzer. Er sei schon dreimal auf dem Hökermarkt gewesen und während er ständig nach dem Preis seiner Pflanzen gefragt wird, nimmt er eines ständig wieder mit nach Hause: Zwei Vorhanghalterungen aus Holz. 

Beliebtes Produkt: Ein Händler wurde oft nach seiner Rhabarber-Pflanze gefragt. Foto: Rühl
Gisela Munk versuchte unter anderem, diese Flaschen zu verkaufen. Foto: Rühl


Sichtlich viel Spaß an ihrem österlich-bunt geschmückten Stand hatte Gisela Munk aus Delmenhorst. "Das macht mir hier immer viel Spaß, den Leuten meine Sachen zu verkaufen. Nur schade, dass es heute Morgen so kalt war und der Termin in den Ferien liegt", bedauerte sie. In den Vorjahren sei mehr los gewesen. Gut verkaufen würde sie aber trotzdem. Bis auf die Ladenhüter, die ihren Stand auch in den Vorjahren nicht verließen: "Diese Flaschen haben mal sehr viel Geld gekostet, aber ich konnte sie noch nicht an den Mann - oder die Frau - bringen." Aber vielleicht im nächsten Jahr. 


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