Rettungsdienst will Standort nutzen Debatte um Feuerwehrgerätehaus in Delmenhorst-Hasbergen

In Hasbergen steht die alte Feuerwache derzeit leer. Wie es dort weitergehen soll, ist Thema der politischen Diskussion. Archivfoto: M. KornIn Hasbergen steht die alte Feuerwache derzeit leer. Wie es dort weitergehen soll, ist Thema der politischen Diskussion. Archivfoto: M. Korn

Delmenhorst. Die Verwaltung macht Druck, die Politik aber, die will den Weg nicht oder noch nicht mitgehen. Es geht um die Nachnutzung der alten Feuerwache in Hasbergen.

Aus Sicht der Verwaltung der ideale und auch der einzig zeitnah und kostengünstig umzusetzende Standort für einen Rettungswagen und einen Notarzteinsatzwagen samt Besatzung. An der Rudolf-Königer-Straße, das machte Feuerwehrchef Thomas Stalinski im Ausschuss für Gesundheit, Verbraucherschutz und Gefahrenabwehr klar, sei man längst an räumliche Grenzen gestoßen. Erster Stadtrat Markus Pragal warb für Hasbergen als Zwischenlösung für rund 1,5 Jahre. Doch es gibt auch andere Interessenten für die Nachnutzung. Ein Hof-Café könnte dort entstehen. Die Interessenten sind nicht eben begeistert von der Idee, dass nun der Rettungsdienst dort einzieht. Und auch die Politik, die im Ausschuss fraktionsübergreifend Sympathien für das Café äußerte, will der Verwaltung nicht folgen. Es gibt Zweifel, dass es bei einer Zwischennutzung bleibt. Die Befürchtung: Hat sich der Standort erst einmal für den Rettungsdienst bewährt, könnte das Hof-Café Geschichte sein, bevor es überhaupt eingerichtet wird.

Stadt will parallel planen

Pragal sagte, man biete an, die baurechtlichen Voraussetzungen für das Hof-Café zu schaffen und auch alle weiteren Fragen zu klären und zeitgleich nach einem alternativen Standort für den Rettungsdienst zu suchen. Man habe bereits einen Platz an der Stedinger Straße im Auge. Aber auch dort müssten erst die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden.

Aus Pragals Sicht könne mit dem Umbau der alten Feuerwache für ein Café frühestens in 18 Monaten begonnen werden. Deshalb sei die Zwischennutzung eine passgenaue Chance. Auch Pragal machte deutlich, dass er die Idee eines Café unterstütz.

Ein Votum vertagte der Ausschuss. Zunächst ist das Thema im Ortsrat und im Planungsausschuss wieder Gegenstand der Debatte.


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