Acht Zeugen im Fokus Högel-Prozess: Ermittlungsgruppe soll Meineid-Vorwürfe aufklären

Von dpa

Gegen acht Mitarbeiter des Klinikums Oldenburg wird jetzt ermittelt. Foto: Ingo Wagner/dpaGegen acht Mitarbeiter des Klinikums Oldenburg wird jetzt ermittelt. Foto: Ingo Wagner/dpa

Oldenburg. Im Fall des wegen 100-fachen Mordes angeklagten Ex-Krankenpflegers Niels Högel soll eine neue Sondereinheit der Polizei Meineid-Vorwürfe gegen Klinikmitarbeiter aufklären. An ihren Aussagen hatte es im Prozess Zweifel gegeben.

Die Ermittlungsgruppe der Polizei Oldenburg werde "Kardio 2" genannt, heißt es in Medienberichten. Ermittelt werde gegen die Ärzte und Pfleger des Klinikums Oldenburg, die als Zeugen im Mordprozess gegen den Ex-Pfleger Niels Högel gelogen haben sollen. Der Name "Kardio 2" lehnt sich an die inzwischen aufgelöste Soko "Kardio" an, deren dreijährige Ermittlungsarbeit zur Anklage wegen 100-fachen Mordes gegen Högel geführt hat.

"Kardio"-Leiter auch an der Spitze von "Kardio 2"

Högel steht derzeit in Oldenburg vor Gericht. In dem Prozess haben zahlreiche Ex-Kollegen des Angeklagten ausgesagt. Viele Zeugen fielen aber durch große Erinnerungslücken auf. Gegen acht Ärzte und Pfleger leitete die Staatsanwaltschaft Oldenburg Meineid-Verfahren ein. Leiter der neuen Einheit sei Kriminaldirektor Arne Schmidt, der bereits die Soko "Kardio" geleitet habe, berichtet das Blatt.


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