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27.02.2019, 20:12 Uhr KOMMENTAR

Deichhorster fühlen sich allein gelassen

Ein Kommentar von Birgit Stamerjohanns


Großes Ärgernis: Die Deichhorster beklagen immer wieder überquellende Müllcontainer, wie hier an der Lucas-Cranach-Straße. Foto: Birgit StamerjohannsGroßes Ärgernis: Die Deichhorster beklagen immer wieder überquellende Müllcontainer, wie hier an der Lucas-Cranach-Straße. Foto: Birgit Stamerjohanns
Birigt Stamerjohanns

Delmenhorst. Die Mitglieder des neuen Beirats, die den Müllbergen in Deichhorst den Kampf angesagt haben, gebührt Lob, findet dk-Autorin Birgit Stamerjohanns.

Deichhorst ist eigentlich ein lebenswerter Stadtteil. Grün, gut angebunden, gemischte Bebauung mit Wohnraum für große und kleine Geldbeutel. Wenn Bewohner aber den Eindruck bekommen, dass um sie herum langsam der Verfall einsetzt, müssen die Alarmglocken schrillen. Wenn sie sich zudem nicht gehört und mit ihren Sorgen wahr genommen fühlen, ist das traurig. Da hilft ihnen auch nicht die Erkenntnis, dass möglicherweise an anderen Stellen in der Stadt das gleiche passiert. Oder dass Schimmel und Sanierungsstaus leider keine Einzelfälle in Mietanlagen sind. 

Schweres Leben mit Müll vor der Haustür

Man kann sich ungefähr vorstellen, was es für ein Gefühl sein muss, morgens aus der Tür zu treten und als Erstes Müllhaufen zu sehen. Und sich bei Freunden und Bekannten dafür zu entschuldigen, wie man wohnt. Den Mitgliedern des neuen Beirats ist es hoch anzurechnen, dass sie sich jetzt qua Amt Gehör verschaffen wollen, anstatt im Stillen zu jammern. Es ist ihnen zu wünschen, dass sie ihre Anliegen an die richtigen Stellen tragen können.  


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