Schulentwicklungsplan Delmenhorst Alles deutet auf knappe Entscheidung im Rat hin

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Soll im Rat kommen: Der Fingerzeig für die Schulentwicklung. Symbolfoto: Michael GründelSoll im Rat kommen: Der Fingerzeig für die Schulentwicklung. Symbolfoto: Michael Gründel

Delmenhorst. Nach dem Etappensieg für die Delmenhorster Haupt- und die Realschule im Bildungsausschuss, ist jetzt ein weiterer Schritt vollzogen worden. Alles deutet auf eine knappe Entscheidung im Rat hin.

Die Debatte um die künftige Schulentwicklungsplanung in Delmenhorst, die auch Klarheit schaffen muss, welche Schulformen künftig in der Stadt angeboten werden, läuft auf eine enge Entscheidung im Rat hinaus. Der tagt am Mittwoch, 20. Februar, ab 17 Uhr in der Markthalle. Der Verwaltungsausschuss jedenfalls hat mehrheitlich empfohlen, dem Votum des Bildungsausschusses zu folgen. Und der hatte, wie berichtet, mit knappen Ergebnis für die sogenannte Variante 1a, ins Spiel gebracht von der CDU, gestimmt. Die Christdemokraten hatten den Antrag, der unter anderem vorsieht vor, die Oberschule Süd am Standort Brendelweg zusammenzulegen, gemeinsam mit der FDP und der UAD gestellt.  Das so freie Schulgebäude an der Königsberger Straße könne die Raumnot des Willms-Gymnasiums lindern und zur Außenstelle werden. Weiterer Punkt des Antrags: Die Realschule mit ihren zwei Standorten soll in zwei eigenständige Realschulen überführt werden. Räume am Pestalozziweg stünden dann zur freien Verfügung. Geht der Antrag auch im Rat durch, blieben alle bisher angebotenen Schulformen erhalten. Eine Abschaffung der Haupt- und der Realschule zugunsten einer weiteren Oberschule, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, wäre vom Tisch.

Lösungen für Gymnasien finden

"Das ist jetzt eine politische Entscheidung", sagte Markus Pragal, Erster Stadtrat, im Pressegespräch im Nachgang der Verwaltungsausschusssitzung. Der Rat habe nun das Wort. Pragal geht davon aus, "das im Vorfeld der Ratssitzung noch Bewegung entsteht und der ein oder andere Antrag kommt".  "Handlungsdruck haben wir bei der Umstellung G8/G9. Da müssen wir für die Gymnasien eine Lösung finden, um die Raumnot zu beheben. Andere Themen der Schulentwicklung könnten auch später angegangen werden", machte Pragal klar. Zugleich betonte der Erste Stadtrat: "Wenn das Land Schulformen ändert, wie bei der Einführung der Oberschule, die Verantwortung dann aber an die Kommunen weitergibt, ist es immer ein Problem." An den Rahmenbedingungen, die das Land vorgegeben habe, könne man aber nichts ändern. "Es ist jetzt so, wie es ist", sagte Pragal.


Die Gruppe SPD & Partner, die mit ihrem Antrag, in dem mehr Informationen vor der „richtungsweisenden Entscheidung“ gefordert wurde, im Bildungsausschuss abgeblitzt war, hat auch im Verwaltungsausschuss keine Mehrheit gefunden.

 





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