Comic zur Stadtgeschichte Mit Graf Gerd Delmenhorst in bunten Bildern entdecken

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Stadtgeschichte in Comic-Form: Swantje Oehler von der dwfg und Ideengeber Hasan Bicerik präsentieren das neue Büchlein. Foto: Marco JuliusStadtgeschichte in Comic-Form: Swantje Oehler von der dwfg und Ideengeber Hasan Bicerik präsentieren das neue Büchlein. Foto: Marco Julius 

Delmenhorst. Graf Gerd wird zum Comic-Held: Die dwfg bringt jetzt ein Comic-Büchlein heraus, dass einen kleinen Streifzug durch die Geschichte Delmenhorsts bietet.

Die Idee ist gut – und doch hat die Umsetzung etwas Zeit gebraucht. Jetzt wird die Geschichte der Stadt Delmenhorst in einem kleinen Comic erzählt, in leichter, in kindgerechter Sprache und mit schönen Ilustrationen. „Entdecke Delmenhorst“, heißt das 16 Seiten starke Büchlein, angelehnt an das Pixi-Buch-Format, knapp zwölf mal zwölf Zentimeter groß.

Das Lexikon verrät: ein Comic, das ist eine in einer Reihe von Bildern mit wenig Text dargestellte Geschichte meist abenteuerlichen oder komischen Inhalts. Und wer will verneinen, dass die Geschichte der Stadt nicht auch abenteuerlich war? Zumindest hat die Hauptperson des Buches, Graf Gerd, Beinamen gehabt wie „Der Streitbare“ und „Der Mutige“. Seine Raubüberfälle auf Kaufleute sind legendär.

Hasan Bicerik gab den Anstoß

Graf Gerd jedenfalls streift jetzt in dem liebevoll gestalteten Büchlein durch die Jahrhunderte und verrät einiges über „seine Stadt“. Die ursprüngliche Idee zum Buch hatte Hasan Bicerik im Jahr 2014 als Juso-Vorsitzender. „Ich bin von der Grundschule bis zum Abitur in Delmenhorst zur Schule gegangen, aber ich wusste kaum etwas über die Geschichte der Stadt. Da kam mir die Idee mit dem Buch für Kinder.“ In Axel Langnau, damals Stadtmaketing, heute Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft (dwfg), fand er einen Unterstützer. Friedrich Hübner vom Heimatverein steuerte erste Vorschläge bei. „Doch irgendwie ist das Projekt dann eingeschlafen“, sagt Eyke Swarovsky, Kommunikationsmanager der dwfg. Doch jetzt ist aus der Idee tatsächlich ein Buch geworden. Dass der bärtige Graf Gerd im Comic eine Ähnlichkeit mit Hasan Biceriks aktuellem Bartwuchs hat, ist übrigens Zufall, versichern alle Beteiligten. Swantje Oehler hat das Buchprojekt für die dwfg begleitet. Gemeinsam mit einer Gästeführerin hat sie die Fakten der Stadtgeschichte zusammengetragen. „Mit dem Titus Verlag in Wiesbaden haben wir dann einen Verlag gefunden, der uns mit Sascha Ehlert einen erfahrenen Texter und mit José A. Martin Vilchez einen erfahrenen Illustrator zur Seite stellen konnte“, sagt Oehler.

Stadtgeschichte entdecken mit Graf Gerd. Foto: Marco Julius

„Das Buch richtet sich an Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter“, betont Oehler. Aber auch Erwachsene dürften ihre Freude haben an dem Comic – und ganz nebenbei noch etwas lernen. Graf Gerd, selbst 1430 geboren, reist durch die Zeit. Von der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt im Jahr 1254 bis in die heutige Zeit führt seine illustrierte Reise. 2000 Exemplare sind gedruckt worden. Sie sollen jetzt unter anderem an Grundschulen kostenlos verteilt werden. Zudem ist das Buch auch in der Tourist Info im Rathaus zu bekommen, ebenfalls kostenlos. Ein Preis steht trotzdem auf der Rückseite: 1,95 Euro. Denn es hat eine eigene ISBN-Nummer (978-3-946353-39-3) und kann weltweit somit im Buchhandel bestellt werden. „Der Preis soll zugleich zeigen, dass das Buch einen Wert hat“, betont Swarovsky.

Gelungene Illustrationen

Dem ist nicht zu widersprechen: Besonders die Illustrationen sind mehr als gelungen. Nicht nur Graf Gerd, der an einige Darstellungen Don Quijotes erinnert, macht das Büchlein liebenswert. Auch die Darstellung bekannter Gebäude in Comicform macht beim Betrachten viel Freude. Das Neue Fitgerhaus lässt sich ebenso entdecken wie die Nordwolle mit noch qualmendem Schornstein. Und auch die Burg, die einst auf der Burginsel stand, wird in Comicform zu neuem Leben erweckt, Wassergraben inklusive. 

„Ich bin froh, dass die Idee doch noch umgesetzt werden konnte“, sagt Bicerik. Mit dem Ergebnis ist er mehr als zufrieden. Und jetzt weiß er auch ganz genau, warum die Burginsel Burginsel heißt.


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