Angebot von Evangelischer Seniorenhilfe So wird man in Delmenhorst Seniorenhelfer

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Monika Zabel von der Evangelischen Seniorenhilfe Delmenhorst sucht neue Freiwillige. Foto: Vincent BußMonika Zabel von der Evangelischen Seniorenhilfe Delmenhorst sucht neue Freiwillige. Foto: Vincent Buß

Delmenhorst. Ältere Menschen im Alltag unterstützt die Evangelische Seniorenhilfe Delmenhorst. Weil es mehr Hilfsbedürftige als Ehrenamtliche gibt, sucht der Verein wieder Seniorenhelfer.

Sie gehen mit älteren Menschen Einkaufen oder begleiten sie zum Arzt. Und auch beim Putzen helfen die Ehrenamtlichen der Evangelischen Seniorenhilfe. "Wir sind aber keine Reinigungsfirma", betont die Leiterin Monika Zabel. "Der soziale Aspekt ist auch wichtig."

Damit meint sie zum Beispiel gemeinsame Kaffeepausen oder nette Gesten wie diese: "Weil die Senioren nicht mehr auf den Weihnachtsmarkt gehen konnten, hat eine Ehrenamtliche den Glühwein einfach von dort mitgebracht", erinnert sich Zabel.

Das sind die Inhalte der Schulung

Momentan kümmern sich laut der Leiterin 19 Freiwillige um 28 Senioren, 18 weitere stehen noch auf der Warteliste. Deshalb bietet die Evangelische Seniorenhilfe eine Schulung an, um mehr Ehrenamtliche zu rekrutieren. Darin geht es zum Beispiel um die Pflegeversicherung, aber auch darum, hilfreiche Gespräche zu führen. "Man muss Zuhören lernen und sich auf die Themen der älteren Menschen einlassen", erklärt Zabel. Oft gehe es etwa um Trauer oder um einen möglichen Umzug ins Seniorenheim.

Wichtig ist laut Zabel auch der richtige Umgang mit Nähe und Distanz, gerade in belastenden Situationen: "Die Freiwilligen dürfen Probleme nicht mit nach Hause nehmen." Es könne auch vorkommen, dass manche Aufgaben die Ehrenamtlichen auf lange Frist überfordern, etwa der regelmäßige Gang zum Wochenmarkt. "Solche Angebote zurückzunehmen, kann schwer sein", weiß Zabel. Sie steht bei Problemen als Ansprechpartnerin zur Verfügung. 

Bezahlung und Voraussetzungen

Für ihre Arbeit bekommen die Ehrenamtlichen eine Aufwandsentschädigung. Diese wird durch die Pflegekassen finanziert. Denn pflegebedürftige Senioren können für Unterstützung im Alltag 125 Euro im Monat zusätzlich bekommen. "Die meisten Freiwilligen machen es aber nicht vorrangig wegen des Geldes", sagt Zabel. "Sie wollen einfach etwas Sinnvolles tun."

Erfahrung in sozialen Berufen sei nicht notwendig. Was stattdessen zähle seien menschliche Qualitäten, wie eine respektvolle Haltung und Zuverlässigkeit. Wenn Ehrenamtliche den Senioren zugeteilt werden, achtet Zabel aber auch auf das Miteinander: "Es muss menschlich passen."

Wie gut es passen kann, zeigt sich ihr zufolge auch, wenn die Alltagshilfe nicht mehr ausreicht. "Wenn Senioren dann doch ins Heim ziehen, geht der Kontakt manchmal privat weiter." Weil aus der Unterstützung eine Freundschaft geworden sei.


Informationen zur Schulung

Die Schulung für angehende Ehrenamtliche findet vom 8. März bis 11. April statt und umfasst 30 Stunden. Teilnehmer müssen 85 Euro zahlen, die jedoch bei Arbeitsantritt erstattet werden. Anmeldungen und weitere Informationen bei der Evangelischen Seniorenhilfe Delmenhorst, Bremer Straße 26, unter (04221) 129885 oder ev.seniorenhilfe@gmx.net.

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