Landesbedienstete fordern mehr Geld Streik wirkt sich auf Delmenhorster Förderschule aus

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Zwölf pädagogische Fachkräfte der Delmenhorster Förderschule folgen mit Kollegen aus dem Bereich Weser-Ems dem Streikaufruf der Gewerkschaft. Foto: GEW Weser-EmsZwölf pädagogische Fachkräfte der Delmenhorster Förderschule folgen mit Kollegen aus dem Bereich Weser-Ems dem Streikaufruf der Gewerkschaft. Foto: GEW Weser-Ems

Delmenhorst. Zwölf pädagogische Fachkräfte aus Delmenhorst sind am Montag dem Gewerkschafts-Ruf gefolgt. Das hatte Folgen in der Schule an der Karlstraße.

Zur Kundgebung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Oldenburg statt in den Unterricht sind zwölf pädagogische Fachkräfte der Schule an der Karlstraße am Montagmorgen gezogen. Damit folgte rund die Hälfte der an der Förderschule als Angestellte im Sozial- und Erziehungsdienst Beschäftigten dem Aufruf zum Warnstreik. Obwohl die fast 40 Lehrer nicht betroffen waren, hatte das Auswirkungen auf den Schulbetrieb.

Sechs Prozent mehr Entgelt gefordert

Die zentrale Forderung der GEW an die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind sechs Prozent höhere Entgelte, konkret sollen es für alle mindestens 200 Euro sein. Ziel ist auch eine Angleichung zwischen den Landesbediensteten und bei der Stadt beschäftigten Erziehern. "Immer noch werden die Kollegen im Sozial- und Erziehungsdienst an Schulen wie auch die therapeutischen Fachkräfte im Förderschulbereich wesentlich schlechter bezahlt als die kommunal Bediensteten", beklagt die GEW Weser-Ems.

Bezahlung und Teilzeitstellen als Kritikpunkte 

Delmenhorster Streikende beklagen auch, dass nur vor 2004 Angestellte noch Vollzeitstellen haben, seitdem seien maximal 7/8-Stellen möglich. Das sei neben der Bezahlung ein Grund, warum viele Fachkräfte anderen Bereichen den Vorzug geben – vor allem angesichts steigender Schülerzahlen ein Problem. "Die mangelnde Bereitschaft der Arbeitgeber, dem Fachkräftemangel bei den pädagogischen und therapeutischen Berufen in den Schulen durch ein attraktives Angebot entgegenzuwirken, hat zu diesem Warnstreik geführt", formuliert es die GEW. Der Streiktag soll nach zwei gescheiterten Verhandlungsrunden vor dem nächsten Termin am 28. Februar Druck aufbauen.

Folgen für Delmenhorster Schüler

Insgesamt streikten laut GEW in Oldenburg 32 pädagogische und therapeutische Fachkräfte sowie tarifbeschäftigte Lehrer, im Landesschulbezirk Weser-Ems zählte die GEW außerdem 96 Streikende in Osnabrück und 70 in Aurich. In Delmenhorst wirbelte der Warnstreik den Schulbetrieb an der Karlstraße durcheinander. Laut Förderschulrektorin Silvia Kröner musste der Unterricht um 13 Uhr enden, nachmittags gab es nur noch eine Notfallbetreuung.


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