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11.02.2019, 17:59 Uhr KOMMENTAR

Delmenhorst soll für Senioren Lebensmittelpunkt bleiben

Ein Kommentar von Sascha Sebastian Rühl


Der Seniorenbeirat fordert mehr Wohnraum für Ältere in Delmenhorst. Ein wichtiges Thema für die Stadt, findet dk-Redakteur Sascha Sebastian Rühl. Symbolfoto: Silas Stein/dpaDer Seniorenbeirat fordert mehr Wohnraum für Ältere in Delmenhorst. Ein wichtiges Thema für die Stadt, findet dk-Redakteur Sascha Sebastian Rühl. Symbolfoto: Silas Stein/dpa

Delmenhorst. In Delmenhorst gibt es reichlich Potenzial, um seniorengerechte Wohnangebote im Stadtzentrum zu bieten. Es sollte allen Beteiligten wichtig sein, jetzt zu handeln, findet dk-Redakteur Sascha Sebastian Rühl.

Es wäre schade, wenn jemand, der sein ganzes Leben in Delmenhorst gewohnt, gearbeitet und Steuern gezahlt hat, für den Lebensabend seiner Heimatstadt den Rücken kehren müsste. Nur, weil das eigene Haus zu groß, nicht barrierefrei oder zu abgeschieden ist. Nur, weil es in der Stadt an seniorengerechtem Wohnraum mangelt. Es ist gut, dass sich der Seniorenbeirat jetzt einmischt und zur Eile drängt. Wo jetzt Leerstände zu finden sind, könnten für jedes Alter gerechte Wohnungen entstehen und so mehr Bevölkerung in die Innenstadt bringen. 

Mehr Leben in der Innenstadt

Von mehr Leben im Stadtzentrum würden Einzelhandel und Vermieter profitieren. Und die dort einziehenden Senioren können von dort aus auf kurzem Wege viele Dinge des täglichen Bedarfs erledigen. Ziehen Ältere von einem großen Haus in eine für sie besser geeignete Wohnung, schaffen sie damit Platz für junge Familien. Senioren in der Stadt zu halten, könnte bedeuten, Ehrenämter zu besetzen und Kaufkraft nicht abwandern zu lassen. Ex-Hertie, das Wollepark-Areal und das ausgediente Krankenhaus bieten reichlich Potenzial für Wohnangebote, zu denen andere Kommunen nicht in der Lage sind.


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