KleiderKö Delmenhorster Kleiderkammer nach Ansturm wieder gut gefüllt

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Beate Heidberg und Zinab Seto betreuen die Produktvielfalt im KleiderKö an der Königsberger Straße in Delmenhorst. Foto: Sascha Sebastian RühlBeate Heidberg und Zinab Seto betreuen die Produktvielfalt im KleiderKö an der Königsberger Straße in Delmenhorst. Foto: Sascha Sebastian Rühl

Delmenhorst. Der Umzug vieler ehemaliger Wollepark-Bewohner und die Umstrukturierung des Geben & Nehmen Ladens im Wollepark haben zu einem Ansturm auf die Kleiderkammer an der Königsberger Straße geführt. Ein Spendenaufruf sorgte schnell für gefüllte Regale.

Schuhe für einen Euro, die Winterjacken für drei Euro und Handtücher für 50 Cent. Wer in der DRK-Kleiderkammer an der Königsberger Straße einkauft, lebt von staatlicher Unterstützung und braucht diese günstige Einkaufsmöglichkeit. Vor Kurzem wurde öffentlich zu Sachspenden aller Art, von Bekleidung bis zu Haushaltswaren, aufgerufen. Wie begründet sich der plötzliche Mangel? "KleiderKö"-Mitarbeiterin Beate Heidberg weiß Bescheid: Durch den derzeit wegen einer Umstrukturierung geschlossenen Geben und Nehmen Laden im Wollepark und durch den Zuzug vieler, vor allem aus Bulgarien kommender, Menschen nach Düsternort, habe die Kleiderkammer plötzlich viel mehr Kundschaft bekommen. „Außerdem spricht sich unser Angebot immer mehr rum“, betont sie. 

Delmenhorster haben eifrig gespendet

Durch den Aufruf seien die Regale schnell gefüllt worden. „Im Moment ist es gut, es reicht erstmal. Das müssen wir jetzt durchgucken und sortieren.“ In Müllsäcken stapelt sich Kleidung neben dem Verkaufsraum bis an die Decke. Die meisten Sachen seien in gutem Zustand. „Und was nicht mehr getragen werden kann, wird weiterverarbeitet.“ 

Regale müssen täglich aufgefüllt werden

Der Bedarf der Kunden ist groß. „Wir haben heute gute 100 Euro eingenommen“, sagt Heidberg. Was für den normalen Einzelhandel nach einem schlechten Geschäft klingt, bedeutet für das KleiderKö viel Arbeit. Rechnerisch könnten durch die niedrigen Preise mehr als 33 Jacken oder über 100 Paar Schuhe über die Ladentheke gegangen sein. Und dabei war der Laden an diesem Tag bisher nur für die Teilnehmerinnen des Internationalen Frauen-Kultur-Cafés geöffnet, wie Heidberg betont. 

Fasching naht

Unterstützung kommt von Zinab Seto, die seit drei Jahren mit viel Spaß ehrenamtlich in dem Laden arbeitet. „Hier lerne ich gut deutsch und helfe gerne“, betont die Syrerin, die auch bei Übersetzungen hilft. Ein wenig über die Kultur lernt sie schon alleine über ihre Saisonware. „Bald bieten wir wieder Faschingskostüme an.“

Drei Tage pro Woche geöffnet

Das KleiderKö an der Königsberger Straße 65 ist montags, mittwochs und freitags von 14.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. Eine Einkaufskarte erhalten alle, die einen SGB II-, den Wohngeld- oder Flüchtlingsstatus-Bescheid vorweisen können. 


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