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30.01.2019, 09:23 Uhr KOLUMNE

Quergedacht: Quälix am Steuer des „Traumschiffs“

Von Marco Julius


Auf jedem Schiff, das dampft und segelt, gibt es einen, der die Sache regelt. Bislang war das auf dem „Traumschiff“ Sascha Hehn. Foto: Dirk Bartling//ZDFAuf jedem Schiff, das dampft und segelt, gibt es einen, der die Sache regelt. Bislang war das auf dem „Traumschiff“ Sascha Hehn. Foto: Dirk Bartling//ZDF

Delmenhorst. In unserer neuen Folge unserer wöchentlichen Kolumne geht es um die Frage, wer das „Traumschiff“ steuern soll.

Manche Menschen, so hat es der Schriftsteller Vladimir Nabokov einmal formuliert, haben für Happy Ends nichts übrig, sie – und Nabokov ist ganz bei ihnen – fühlten sich damit hintergangen, denn Unglück sei das Normale. Die Lawine, die in ihrem Lauf ein paar Meter über dem sich duckenden Dorf zum Stillstand kommt, die benimmt sich unnatürlich und unmoralisch. Sagt Nabokov. Wer wollte ihm widersprechen? Die Welt, das ist nicht neu, bringt täglich neue Schreckensmeldungen hervor. Und ein Happy End, das gibt es doch nur auf dem Bildschirm. Zum Beispiel im Dauerbrenner „Traumschiff“. Seit 1981 darf man sich sicher sein: Am Ende, beim Kapitänsdinner, haben sich alle wieder lieb.

Der Ex der Fischerin

Doch nun gerät das „Traumschiff“ in schwere See. Auf jedem Schiff, das dampft und segelt, gibt es einen, der die Sache regelt. So reimt es sich in der jugendfeien Version. Sascha Hehn regelte alles. Doch jetzt übernimmt Florian Silbereisen die Rolle des Kapitäns, ein Bayer aus Passau, als Schlager-Onkel maximal Leichtmatrose. Enziger Bezug zur See: Er war mit einer berühmten Fischerin zusammen. Darf der das, der Silbereisen? Unsere erste Wahl fürs Kapitänsamt wäre Fußballtrainer Felix „Quälix“ Magath gewesen. Über den heißt es, man wisse zwar nicht, ob er als Käpt‘n die Titanic gerettet hätte, aber die Überlebenden, die wären wenigstens topfit gewesen.


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