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28.01.2019, 20:01 Uhr KOMMENTAR

Atlas-Appell an Mitarbeiter: Falscher Weg, richtiges Ziel

Ein Kommentar von Frederik Grabbe


Erst im Oktober 2017 brachte Atlas den Vertrieb von Mini-Baggern in Delmenhorst an den Start. Damals machte sich US-Investor Fil Filipov (re.) mit Geschäftsführer Brahim Stitou ein Bild. Archivfoto: Frederik GrabbeErst im Oktober 2017 brachte Atlas den Vertrieb von Mini-Baggern in Delmenhorst an den Start. Damals machte sich US-Investor Fil Filipov (re.) mit Geschäftsführer Brahim Stitou ein Bild. Archivfoto: Frederik Grabbe

Delmenhorst/ Ganderkesee. Bei Atlas sollen nun die Bürokräfte ran, um zur Produktion beizutragen. Das fordert der Eigentümer Fil Filipov mit einem dramatisch anmutenden Schreiben. Die Aktion ist Unsinn – und doch mag Filipov am Ende Erfolg haben. Ein Kommentar.

Eine typische Nonsens-Aktion nach Art des Herrn Filipov? So wie die IG Metall den Hilferuf des Atlas-Eigentümers einordnet, dürfte sie wohl richtig liegen. Allen Ernstes: Wie sollen zusätzliche, fachfremde Kräfte die Produktion ankurbeln, wenn sie gar nicht an der Stelle aushelfen können, wo Unterstützung benötigt wird?

Viel eher scheint Investor Filipov, der schon in der Vergangenheit als knallharter und vor allem lauter Sanierer aufgetreten ist, ein Zeichen setzen zu wollen. Die Art, wie der Amerikaner seinen Laden führt, hat seit der Übernahme 2010 immer wieder für Unsicherheit gesorgt. Zuletzt etwa bei der angedachten Verlegung der Delmenhorster Produktion nach Vechta. Letzten Endes konnte Filipov, vor Ort vertreten durch seinen Schützling Brahim Stitou, oft gute Zahlen vorlegen. Und selbst wenn der jetzige Appell in Briefform merkwürdig anmutet – am Ende mag der Erfolg stehen. Auch wenn der Weg dahin daran vorbeizuführen scheint.


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