Hits wie am Fließband im Kleinen Haus „International Magic Tenors“ unterhalten in Delmenhorst

Von Jasmin Johannsen

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Geballte Stimmkraft: Die International Magic Tenors singen im Kleinen Haus in Delmenhorst. Foto: Jasmin JohannsenGeballte Stimmkraft: Die International Magic Tenors singen im Kleinen Haus in Delmenhorst. Foto: Jasmin Johannsen

Delmenhorst. Ein Evergreen jagte den nächsten, als am Sonntag im Kleinen Haus „The International Magic Tenors“ gastierten. Das Publikum ließ sich von dem unterhaltsamen Konzert allerdings nur teilweise mitreißen.

Die Hit-Dichte war am Sonntagabend groß, als „The International Magic Tenors“ im Kleinen Haus auf der Bühne standen. Das Oktett konnte bei den rund 230 Zuschauerinnen und Zuschauern zeitweise mit bekannten Gassenhauern aus Pop, Rock, Musical, Swing und Klassik punkten. Durch komödiantisches und gesangliches Talent vermochten die Sänger über einige technische Probleme hinwegzutäuschen und boten dadurch dem Publikum trotzdem einen unterhaltsamen Abend.

Platz zum Bewegen nicht genutzt

Ob Billy Joels „Uptown Girl“ oder Simon & Garfunkels „The Sound of Silence“ – bei dem überwiegend älteren Publikum kamen Popsongs aus den sechziger, siebziger und achtziger Jahren sehr gut an. Medleys der bekanntesten Stücke von ABBA, den Bee Gees oder Tom Jones entpuppten sich ebenfalls als Erfolge. „Sie werden weinen, sie werden tanzen“, wurde dem eher zurückhaltenden Publikum zu Beginn angekündigt. So emotional ging es dann jedoch nicht zu, obwohl die Konzertbesucher im halbleeren Saal durchaus genügend Platz zum Bewegen gehabt hätte. Stattdessen ließen sie sich kaum animieren, zu klatschen, zu singen oder zu schunkeln.

Gut aufgelegte Tenöre und durchdachte Choreographien

Der Stimmung der Tenöre tat das jedoch keinen Abbruch. Bestens aufgelegt scherzten sie miteinander, führten durchdachte Choreographien auf und gaben sich auch sonst Mühe, das Publikum anzuheizen. Der Kanadier Conor Murphy, Luke Zdrenka, Matthew McLoughlin und Stephen Johnson aus England, die Waliser Jonathan Radford und Michael Robert-Lowe, Stephen Patrick aus Irland sowie der Niederländer Max Himmelreich (übernahm auch die Moderation des Abends) traten mal solo, mal als Duo oder Trio und dann wieder zu acht auf die Bühne.

Michael Robert-Lowe sticht heraus

Besonders Robert-Lowe verstand es mit seiner tiefen Stimme und Stücken aus dem Musical „Les Misérables“ das Theater akustisch auszufüllen. Ein echtes Erlebnis war es aber auch, deutsche Lieder wie „Mit 66 Jahren“ von Udo Jürgens oder Andreas Bouranis „Auf uns“ von den internationalen Sängern zu hören. Visuelle Unterstützung erfuhren die acht Tenöre durch eine Lichtshow, die gewohnt imposant für eine „Reset Production“-Aufführung ausfiel.

Unterhaltsam trotz technischer Probleme

Vermochten das Publikum nicht immer mitzureißen: „The International Magic Tenors“ traten am Sonntag im Kleinen Haus auf. Foto: Jasmin Johannsen

Als echtes Manko stellte sich allerdings das Zusammenspiel des Live-Gesangs und der Musik vom Band heraus: Technische Probleme führte dazu, dass einmal die Stimmen, dann wieder die Instrumente zu laut oder zu leise waren. Dennoch hatte der Konzertabend hohen Unterhaltungswert, den die Zuschauerinnen und Zuschauer hin und wieder mit langanhaltendem Applaus quittierten.


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