Wie Konflikte gelöst werden können Wanderausstellung „Frieden machen“ in Delmenhorst zu sehen

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Willms-Schüler Yannick Lemasson (li.) und Schulleiter Stefan Nolting in der Wanderausstellung „Frieden machen“. Foto: Marco JuliusWillms-Schüler Yannick Lemasson (li.) und Schulleiter Stefan Nolting in der Wanderausstellung „Frieden machen“. Foto: Marco Julius

Delmenhorst. Die Prinzipien, Instrumente und Kontroversen der zivilen Friedensarbeit zeigt eine Wanderausstellung im Willms-Gymnasium in Delmenhorst auf. Sie richtet sich nicht nur an Schüler.

Schulleiter Stefan Nolting, von Haus aus unter anderem Politikwissenschaftler, ist die Begeisterung anzumerken. In seinem haus, dem Gymnasium an der Willmsstraße, ist derzeit eine von der Bundeszentrale für politische Bildung konzipierte Ausstellung zu sehen. „Frieden machen“ heißt sie – und sie zeigt die Prinzipien, Instrumente und Kontroversen der zivilen Friedensarbeit auf. Nolting ist vom Konzept überzeugt, „weil sich die Ausstellung von selbst erschließt“. Kommunikativ sei sie, rege Schüler zum Nachdenken und Diskutieren an. Wichtige Botschaft der Wanderausstellung: Wenn ein Krieg beendet ist, ist noch lange kein Frieden, weil die meisten Konflikte strukturelle und langfristig wirksame Wurzeln haben. „Wir haben bislang sechs Klassen durchgeschleust. Die erste Resonanz zegit, dass Schüler und Lehrer die Ausstellung sehr gut annehmen, weil sie didaktisch gut aufgebaut ist. Und man sich gar nicht dagegen wehren, zusätzlich auch noch ein paar Fakten zu lernen.“

Für Schüler ab Klasse 9

Die Ausstellung richtet sich an Schüler aller Schulformen ab der 9. Klasse. Chancen, Herausforderungen und Schwierigkeiten der Friedensarbeit und der Konfliktbearbeitung werden beleuchtet. „An unserer Schule haben wir derzeit Schüler, deren Wurzeln in 28 verschiedenen Nationen liegen. Zudem haben wir Gastschüler – etwa aus Brasilien und Weißrussland. Da werden auch unterschiedliche Blicke auf Krisengebiete zum Tragen kommen“, sagt Nolting.

Der Schulleiter hat alle in Frage kommenden Schulen der Stadt angeschrieben und zum Besuch der Ausstellung, die bereits im Bundestag, in Leipzig und in München zu sehen war, eingeladen. „Die Ausstellung kann hervorragend in den Unterricht eingebaut werden. Sie trifft Bereiche aus den Fächern Politik, Geschichte, Religion, Werte und Normen, Deutsch und Philosophie und verzahnt die Fächer“, betont Nolting. Zudem ließen sich auch Teilbereiche der Ausstellung gesondert herausgreifen.


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