Neues Gesetz Delmenhorster und Ganderkeseer Ärzte schlagen Alarm

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Bei der hiesigen Ärzteschaft regt sich großer Widerstand gegen ein neues Gesetz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Foto: Stephan Jansen/dpaBei der hiesigen Ärzteschaft regt sich großer Widerstand gegen ein neues Gesetz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Foto: Stephan Jansen/dpa

Delmenhorst/ Ganderkesee. Das neue Terminservice- und Versorgungsgesetz ruft den Widerstand von Delmenhorster und Ganderkeseer Ärzten auf den Plan. Ihrer Ansicht nach wird das Gesetz die Patientensicherheit gefährden.

Mediziner des Delmenhorster und Ganderkeseer Ärztenetzwerks Curanexx kritisieren das geplante Terminservice- und Versorgungsgesetz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Dieses hat unter anderem zum Ziel, Kassenpatienten schneller Arzttermine zu vermitteln. Laut Curanexx wird das Gesetz zu einer Gefährdung der Patientensicherheit führen. 

Denn bereits jetzt hätte jeder zehnte Arzt das Rentenalter überschritten, jeder fünfte sei älter als 60 Jahre. Generell empfinden die Mediziner eine Geringschätzung ihrer Arbeit. Das führe zu Praxisschließungen ohne Nachfolger und zur Reduzierung der Sprechstunden auf einen Pflichtteil von 25 Stunden die Woche. Der Ärztemangel mache sich jetzt schon bemerkbar: Für den Bereich Delmenhorst/ Diepholz mit 300 000 Einwohnern seien 14 Hausarztsitze frei. Curanexx appelliert an die Politik, sich mehr für die Arzt-Ausbildung einzusetzen und Bürokratie abzubauen, um mehr Sprechzeiten zu gewinnen.


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