Dramatische Tage im Januar 1919 Als Putschisten auf dem Delmenhorster Marktplatz schossen

Von Paul Wilhelm Glöckner

Vor 100 Jahren Schauplatz dramatischer Ereignisse: Der Platz vor dem Rathaus, hier in einer Postkartenansicht mit Poststempel von 1917. Foto: dk-ArchivVor 100 Jahren Schauplatz dramatischer Ereignisse: Der Platz vor dem Rathaus, hier in einer Postkartenansicht mit Poststempel von 1917. Foto: dk-Archiv

Delmenhorst. Vor 100 Jahren überschlugen sich die Ereignisse in Delmenhorst. Linksradikale aus Bremen scheiterten mit dem Versuch, die Macht an sich zu reißen.

Man schrieb den 8. Januar 1919, als gegen vier Uhr morgens bewaffnete Marine- und Infanteriesoldaten aus Bremen den Delmenhorster Bahnhof erreichten und diesen sowie das Rathaus, das Postamt, die Sparkasse und die Polizeiwache besetzten. Si

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Als am 8. Januar 1919 in Delmenhorst Linksradikale aus Bremen auftauchten, trieben die politischen Umwälzungen in Deutschland nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ihrem gewaltsamen Höhepunkt entgegen. In Berlin schlugen wenige Tage später Freikorps den von USPD und KPD mitgetragenen Januaraufstand („Spartakusaufstand“) blutig nieder. In Bremen wurde am 10. Januar 1919 eine Räterepublik ausgerufen, sie sollte bereits am 4. Februar 1919 ebenfalls ein blutiges Ende finden. Gleiches galt etwas später für die Münchner Räterepublik. Die gemäßigten Kräfte auf der Linken hatten die Oberhand behalten. Ein Meilenstein in dieser revolutionären Phase nach dem Sturz der Monarchie war am 19. Januar 1919 die Wahl zur Nationalversammlung. Diese arbeitete dann die Weimarer Reichsverfassung aus. dham

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