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Was zu beachten ist Polizei mahnt zu richtigem Umgang mit Feuerwerk

Die Polizei rät für Silvester zu Vorsicht im Umgang mit Feuerwerk und Alkohol. Foto: Melanie HohmannDie Polizei rät für Silvester zu Vorsicht im Umgang mit Feuerwerk und Alkohol. Foto: Melanie Hohmann

Delmenhorst. Die Polizei Delmenhorst warnt vor der Benutzung sogenannter Polenböller an Silvester. Außerdem weist sie auf das Motto „Feiern ja – fahren nein“ hin.

In der anstehenden Silvesternacht werden wieder viele Menschen gemütlich mit Freunden und Familie feiern oder sich auf einer der unzähligen Veranstaltungen in der Region tummeln. Auch die Polizei ist personell gut vorbereitet, damit alle Bürger friedlich und unbeschwert einen fröhlichen Jahreswechsel feiern können. „Leider kommt es alle Jahre wieder an Silvester zu schweren Unfällen, etwa zu Verbrennungen und Verletzungen, weil Feuerwerkskörper nicht nach Gebrauchsanleitung verwendet werden oder illegales Feuerwerk und selbstgebaute Silvesterböller abgebrannt werden“, teilt die hiesige Polizeidirektion mit.

Kauf im regulären Handel

Deswegen sollte Silvesterfeuerwerk grundsätzlich nur im regulären Handel erworben werden. Feuerwerkskörper müssen von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) oder einer vergleichbar benannten Stelle überprüft und zugelassen sein. Außerdem muss jeder pyrotechnische Gegenstand eine deutschsprachige Gebrauchsanleitung haben. „Weisen Feuerwerkskörper diese Merkmale nicht auf oder sind die aufgedruckten Zeichen gefälscht worden, handelt es sich um illegales Feuerwerk“, sagt die Polizei.

Schwere Unfälle möglich

Beim Umgang, insbesondere beim Abbrennen mit nicht gekennzeichnetem Feuerwerk, kann es zu schweren Unfällen kommen, die lebensgefährlich werden können. „Lassen Sie von diesen teils günstigen, aber auch unberechenbaren Böllern unbedingt die Finger“, rät die Polizei. In der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen und Reetdach- und Fachwerkhäusern sind Feuerwerke zudem generell verboten.

Nutzung von Schreckschusswaffen nicht gestattet

Hinsichtlich der Nutzung von Schreckschusswaffen ist laut Polizei Folgendes zu bedenken: Frei erhältliche Schreckschusswaffen unterliegen auch an Silvester und Neujahr den ganz klaren, üblichen Regelungen. Das heißt: Die allgemeine Erlaubnis zum Abbrennen von Böllern und Raketen zum Jahreswechsel ist nicht einfach übertragbar auf das Schießen mit Schreckschusswaffen in der Öffentlichkeit.

Vorsicht beimThema Alkohol

Eine weitere Gefahrenquelle stellt auch übermäßiger Alkoholkonsum an Silvester dar. „Das gilt sowohl für den Heimweg, den man besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Taxi antritt, wenn einem der Führerschein lieb ist. ‚Feiern Ja – Fahren Nein‘ lautet deswegen das Motto an Silvester“, betont die Polizei.

Menschen oft zu alkoholisiert für Feuerwerk

Das gelte aber auch für den Umgang mit Feuerwerk, wenn man gleichzeitig das ein oder andere Glas Sekt zum Jahreswechsel trinkt. „In der Vergangenheit gab es immer wieder schwere Verletzungen und Brände, die dadurch verursacht wurden, weil Menschen zu alkoholisiert waren, um noch sicher Feuerwerk zünden zu können“, erläutert die Polizei.


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