Verhandlung in Oldenburg Högel-Prozess geht im neuen Jahr mit Zeugenaussagen weiter

Von epd

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Niels Högel, angeklagt wegen Mordes an 100 Patienten an den Kliniken in Delmenhorst und Oldenburg, muss sich vor Gericht verantworten. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpaNiels Högel, angeklagt wegen Mordes an 100 Patienten an den Kliniken in Delmenhorst und Oldenburg, muss sich vor Gericht verantworten. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Delmenhorst. Der Mordprozess gegen den ehemaligen Krankenpfleger Niels Högel wird am Donnerstag und Freitag, 3. und 4. Januar 2019, mit der Vernehmung von Zeugen fortgesetzt.

So soll zunächst der frühere Leiter der mittlerweile aufgelösten Sonderkommission „Kardio“, Arne Schmidt, aussagen, wie Gerichtssprecherin Melanie Bitter gestern mitteilte. Danach folgen noch sechs weitere Ermittlungsbeamte, die zu den Tatorten in Oldenburg und Delmenhorst Auskunft geben sollen. Högel soll dort zwischen 2000 und 2005 insgesamt 100 Patienten getötet haben.

Am Dienstag und Mittwoch, 22. und 23. Januar, sollen damalige Mitarbeiter des Klinikums Oldenburg sowie persönliche Freunde und Partnerinnen der Beschäftigten in den Zeugenstand gerufen werden. Am Mittwoch und Donnerstag, 30. und 31. Januar, folgen dann Verwaltungsangestellte des Klinikums Oldenburg sowie damalige Mitarbeiter des Klinikums Delmenhorst.

Bisher hat Högel vor dem Oldenburger Landgericht 43 von 100 Mordvorwürfen eingeräumt. Der Anklage zufolge hat er Patienten mit Medikamenten vergiftet, die zum Herzstillstand führten. Anschließend versuchte er, sie wiederzubeleben, um als rettender Held dazustehen. Fünf Mal wies er die Anschuldigung kategorisch zurück. Außer den eingestandenen Taten könne er sich nicht an die Patienten erinnern, sagte er. Wegen sechs weiterer Taten verbüßt Högel bereits eine lebenslange Haftstrafe.


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