Behörden schreiten ein Ein Verbot beim Feuerwerksverkauf in Delmenhorst

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Delmenhorst Die Nachfrage nach Pyrotechnik scheint in Delmenhorst auch diesmal ungebrochen zu sein.Darauf deutet nicht zuletzt der vorgezogene Verkaufsstart in der Nacht zum Freitag hin.

Mit zwei großen Vorschießen am Falkensteinsee und an der Nienburger Straße hat Pyrotechniker Thorsten Runge in diesem Jahr eindrucksvoll für seinen Feuerwerksverkauf geworben, doch kurz vor Weihnachten ist ihm die geplante Verkaufsstätte abhandengekommen. Er wollte seine Ware im oder am Coma Outlet (früher Baumarkt Praktiker) an der Nienburger Straße anbieten, doch das hat die Stadtverwaltung nach einer dortigen Begehung mit Verweis auf die fehlende Eignung des Gebäudes untersagt.

Bedenken der Verwaltung

Mutmaßlich sind brandschutzrechtliche Bedenken ausschlaggebend. Auch ein alternativ ins Gespräch gebrachter Verkaufscontainer am Gebäude sei ihm nicht erlaubt worden, so Runge.

„Schade, das so kurzfristig zu unterbinden“, zeigt er sich enttäuscht, ohne ins Detail gehen zu wollen. Nur soviel: Dass auch ein für diesen Donnerstagabend an der Nienburger Straße geplantes neuerliches Vorschießen nicht stattfinden durfte, obwohl bei der Erstauflage vor Wochen alles glatt lief, sei zumindest verwunderlich.

Bei der Verwaltung waren am Donnerstag auf Nachfrage keine Einzelheiten zum behördlichen Vorgehen zu bekommen. Der Betreiber des Coma Outlet wollte sich auf Nachfrage nicht zum ausgesprochenen Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper äußern.

Verkaufstart schon kurz nach Mitternacht

Hätte Runge an der Nienburger Straße sein Fachhandelssortiment anbieten dürfen, wäre der Verkauf schon in der Nacht zum Freitag gestartet. So wie um kurz nach 0 Uhr auch bei der Lucky Company an der Mühlenstraße und beim Postenhandel Nord und bei Zimmermann, beide im Jute-Center ansässig.

Warum dieser Frühstart, wo doch bis zum 31. Dezember verkauft werden darf? Carsten Pappiér (Lucky Company) sagt, dass es viele Kunde gebe, die sich bestimmte Produkte rechtzeitig sichern wollten. „Die fahren dafür auch 70 oder 80 Kilometer weit.“

Batterie kann auch mal 190 Euro kosten

Der Geschäftsmann hat diesmal rund 100 verschiedene Feuerwerksbatterien im Angebot, die teuerste kostet 190 Euro. Mit einem Fahrzeug hat er viel Material von einem Hersteller direkt aus einem Bunkergebäude in Bad Bentheim abgeholt. Es handele sich dabei auch um Böller, die in ihrer Qualität an die vor drei Jahrzehnten gezündeten heranreichen sollen, mit fliegenden Papierschnipseln. „Da lassen sich viele etwas kosten“, sagt Pappiér.

Runge verkauft nun an Feldhusstraße

Feuerwerker Runge hat unterdessen am Donnerstagabend noch einen neuen Standort für seinen Verkauf gefunden. Er bietet das Sortiment vor Ort nun in den Räumlichkeiten der Firma Exotfauna Heimtierbedarf an der Feldhusstraße 9 an. Damit sollen auch den Vorbestellern aus Delmenhorst weitere Wege erspart bleiben.


Was beim Böllern zu beachten ist:

•In die Hände von Personen unter 18 Jahren gehören nur pyrotechnische Gegenstände der Klasse I wie Wunderkerzen und Zündplättchen. Das für die Silvesternacht bestimmte nicht jugendfreie Feuerwerk der Kategorie II darf nur vom 28. bis zum 31. Dezember verkauft werden.

•Feuerwerk darf grundsätzlich nur am 31. Dezember und am Neujahrstag gezündet werden. In unmittelbarer Nähe zu Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen ist Pyrotechnik gänzlich untersagt. Zu besonders brandgefährdeten Gebäuden wie Tankstellen, Reetdachhäusern oder Zeltbauten müssen mindestens 100 Meter Abstand eingehalten werden.

•Raketen müssen mit dem Führungsstab in Flaschen aufgestellt und so ausgerichtet werden, dass sie nicht auf andere Häuser sinken können. Feuerwerkskörper dürfen nicht von Balkonen oder Wohnhausfenstern aus gezündet sowie nicht in die Nachbarschaft geworfen werden.

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