Lokale-Sterben Jede zweite Kneipe in Delmenhorst mittlerweile dicht

Im März 2015 wurde hier der Zapfhahn abgedreht: Teddys Pilsstube in Delmenhorst. Foto: Jan Eric FiedlerIm März 2015 wurde hier der Zapfhahn abgedreht: Teddys Pilsstube in Delmenhorst. Foto: Jan Eric Fiedler

Delmenhorst. „Peerstall“, „Zur Kurve“ oder „Teddys Pilsstube“ – wer kennt sie noch? Doch in nur 13 Jahren hat fast die Hälfte aller Delmenhorster Kneipen geschlossen, heißt es laut einer Statistik im Dezember 2018.

Zwischen 2003 und 2016 haben in Niedersachsen durchschnittlich vier von zehn Kneipen dicht gemacht. In Delmenhorst ist die Entwicklung noch ausgeprägter: Fast jede zweite Gaststätte hat hier in den vergangenen Jahren den Zapfhahn zugedreht. Das geht aus Zahlen des Landesamtes für Statistik hervor. Die Liste verschwundener Eckkneipen ist lang. Viele Delmenhorster erinnern sich bestimmt noch an Namen wie „Schiller-Eck“, „Zur Kurve“, „Teddys Pilsstube“, „Zille“, „Opus“ oder „Peerstall“. Aber auch zuvor sind schon viele traditionsreiche Lokale von der Bildfläche verschwunden. Grund für das Kneipensterben: Die Kasse hinterm Tresen klingelt zu wenig – aus vielerlei Gründen, wie verändertes Freizeitverhalten, schwächelnde Innenstadt oder alternative Gastroangebote.


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