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Dr. Katharina Lüdemann geht Wechsel auf Chefarztposten am Josef-Hospital Delmenhorst

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Dr. Katharina Lüdemann verlässt die Josef-Hospital Delmenhorst (JHD). Foto: Marco JuliusDr. Katharina Lüdemann verlässt die Josef-Hospital Delmenhorst (JHD). Foto: Marco Julius

Delmenhorst. Dr. Aref Latif wird zum 1. Januar 2019 neuer Chefarzt für Gynäkologie und Geburtsmedizin. Dr. Katharina Lüdemann verlässt dafür das Haus.

„Im besten Einvernehmen“ verlässt Chefärztin Dr. Katharina Lüdemann die Frauenklinik am Josef-Hospital Delmenhorst. Das teilt Florian Friedel als Geschäftsführer mit. Er sagt aber auch ganz konkret, dass „wir unterschiedliche Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung der Frauenklinik hatten“. Mit Dr. Aref Latif will man nun offensichtlich neue Wege gehen. „Wir wollen den Bereich der operativen Gynäkologie weiter ausbauen, um künftig noch mehr Frauen in unserem städtischen Krankenhaus hier vor Ort helfen zu können. Deswegen freuen wir uns sehr, mit Herrn Dr. Latif für das JHD gewinnen konnten“, sagt Friedel. Latif war zuvor Chefarzt am Städtischen Krankenhaus Maria Hilf in Brilon, am St.-Vincenz-Krankenhaus in Menden und am Helios Klinikum Gotha. Der 59-Jährige wurde in Afghanistan geboren und lebt seit 1979 in Deutschland.

Fünf Hebammen kündigen

Der Wechsel an der Spitze des Chefarztpostens der Frauenklinik zieht auch Kündigungen von Hebammen nach sich. Nach Bekanntgabe der Personalie haben laut JHD-Geschäftsführer fünf Hebammen ihre Kündigung eingereicht. „Das betrifft 2,5 Stellen. Es bestehen längere Kündigungsfristen, wir suchen bereits neue Kolleginnen. Da besteht kein Grund zur Besorgnis“, sagt Friedel. Es sei ein normaler Vorgang, dass Hebammen ihre Tätigkeit eng mit einer Chefärztin verknüpfen.

Lüdemann war nach außen ein prägendes Gesicht des Josef-Hospital. „Die Geburtsmedizin wurde von den Delmenhorster Familien gut in Anspruch genommen“, sagt auch Friedel. Zuletzt waren die Geburtenzahlen JHD deutlich gestiegen. „Dass bei uns mehr Kinder das Licht der Welt erblicken, liegt sicher auch daran, dass wir uns das Vertrauen der Gebärenden erarbeitet haben“, sagte Lüdemann noch im Sommer. „In diesem Zusammenhang danken wir Frau Dr. Lüdemann, die sich hier sehr große Verdienste um unser Haus und für die Familien erworben hat, auch wenn wir unterschiedliche Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung der Frauenklinik hatten“, sagt jetzt Friedel. Diese unterschiedlichen Auffassungen haben dann offensichtlich den Weg für eine weitere gemeinsame Zusammenarbeit verstellt.

Mit neuem Chefarzt neue Wege gehen

Mit Dr. Aref Latif soll nun ein neuer Weg an der Wildeshauser Straße eingeschlagen werden. Schon Latifs Vater hat als Chirurg gearbeitet. „Die Medizin wurde ihm also in die Wiege gelegt“, sagt Friedel. Dr. Aref Latif hat einen seiner Schwerpunkte in der minimalinvasiven Chirurgie, die er unter anderem in der onkologischen Therapie einsetzt. „Auch die diagnostische und operative Urogynäkologie liegt ihm am Herzen. Hier hilft er zum Beispiel Patientinnen, die eine Beckenbodenrekonstruktion benötigen“, sagt Friedel. In Gotha betreute Latif eine offizielle Beratungsstelle der Deutschen Kontinenzgesellschaft. In der Geburtshilfe lege der vierfache Vater Wert auf Familienorientierung und eine enge Zusammenarbeit mit Elterschule und Hebammensprechstunde.


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