Delmenhorster Ehrenamtliche geschult Mediatoren schlichten zwischen verschiedenen Kulturen

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Saskia Kamp (Diakonie; v.li.), Thomas Lauts (Stadt Delmenhorst) sowie Franz-Josef Franke (Diakonie) gratulieren den neuen Mediatoren und ihren Ausbildern bei der Zertifikatsübergabe. Foto: Frerk HinrichsSaskia Kamp (Diakonie; v.li.), Thomas Lauts (Stadt Delmenhorst) sowie Franz-Josef Franke (Diakonie) gratulieren den neuen Mediatoren und ihren Ausbildern bei der Zertifikatsübergabe. Foto: Frerk Hinrichs

Delmenhorst/Hatten Gut gewappnet, um zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen in der Stadt zu vermitteln, sind jetzt elf frisch qualifizierte interkulturelle Mediatoren.

Seit dem Frühjahr haben die Ehrenamtlichen unter Anleitung der Diakonie und des Instituts für interkulturelle Mediation und Konfliktberatung (Imikon) Handwerkszeug und Techniken zur Konfliktschlichtung gelernt. Diese sollen sie nun besonders in den Stadtteilen einsetzen, in denen viele Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern zusammenleben.

Konfliktschlichtung erlernt

„Konflikte sind ein selbstverständlicher Bestandteil unseres Alltag- und Arbeitslebens“, erklärt Diakonie-Referent Franz-Josef Franke. Mediatoren seien Menschen, die Konflikte als Hinweis ansehen, dass Veränderung notwendig ist. Durch ihre Ausbildung können die Mediatoren besser schlichten und Lösungen anregen.

Ausbildung in mehreren Modulen

Mit dem Imikon-Team haben die neuen Mediatoren monatelang gelernt, geübt und reflektiert. Fünf Mal haben die Teilnehmenden laut Diakonie-Pressesprecher Frerk Hinrichs an einwöchigen Qualifizierungsmodulen teilgenommen und das Zertifikat zum interkulturellen Mediator durch eine Abschlussprüfung erworben. Dieses Zertifikat haben sie nun in Hatten erhalten.

Interkulturelle Kompetenzen erworben

Neben der Schulung des Konfliktverhaltens haben die Teilnehmer in ihrer Ausbildung vermittelnde und interkulturelle Kompetenzen erworben. „Sie haben sich in verschieden Projekten ausprobiert sowie weitere Kenntnisse und Fähigkeiten für ihre neue Tätigkeit erworben“, ergänzt Pressesprecher Hinrichs.

Mit Landesmitteln gefördert

Das Land Niedersachsen hat die Ausbildung der Mediatoren finanziell gefördert. Ziele sind dabei, die Integration von Zugewanderten zu verbessern und die Akzeptanz gesellschaftlicher Vielfalt zu fördern. Das ist in Delmenhorst auch deshalb wichtig, weil die Stadt seit vielen Jahren besonders viele Menschen aus anderen Ländern aufnimmt. Im Schnitt hätten vier von zehn Delmenhorstern einen Migrationshintergrund, rechnet Frerk Hinrichs vor.


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