Parken in Delmenhorst Parkplätze für Hertie: Kaufleute nehmen Politik in die Pflicht

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Bereits im April 2017 wurden verschiedene Pläne für ein Parkhaus oder ein Parkdeck am Vorwerk vorgestellt. Am Ende fand keiner der Entwürfe eine Mehrheit. Grafik: Hilmes Lamprecht ArchitektenBereits im April 2017 wurden verschiedene Pläne für ein Parkhaus oder ein Parkdeck am Vorwerk vorgestellt. Am Ende fand keiner der Entwürfe eine Mehrheit. Grafik: Hilmes Lamprecht Architekten

Delmenhorst. Wenn es nicht Parkplätze am Vorwerk sein sollen, müssen zumindest an anderer Stelle welche her: Kaufleute-Sprecher Christian Wüstner fordert im Zuge der Debatte um die neuen Hertie-Entwürfe neuen Parkraum im City-Osten.

In der Diskussion um die neuen Entwürfe für das leer stehende Hertie-Kaufhaus hält Kaufleutesprecher Christian Wüstner mit Nachdruck an der Forderung des Handels fest, auch im Osten der Innenstadt mehr Parkplätze zu schaffen. „Die Zukunft des Hertiekaufhauses steht und fällt mit den Parkplätzen.“ Nach Jahren des Hertie-Leerstandes und infolgedessen der Schließung des Hertie-Parkhauses „fehlt es vielen Kollegen an Vertrauen, dass sich etwas ändert“. Die neuen Entwürfe lösten bei ihm darum nur eine gedämpfte Euphorie aus.

Rückhalt für Investor Uhde gefordert

Wüstner nimmt weiter den Delmenhorster Stadtrat in die Pflicht: „Dem Investor muss einfach das Rüstzeug an die Hand gegeben werden, um Hertie erfolgreich wiederzubeleben.“ Der Sprecher macht der Politik den Vorwurf, bislang keine große Hilfestellung für ein Gelingen geleistet zu haben. „Wir verstehen einfach nicht, warum man unsere Argumente einfach nicht anerkennt. Wir fordern ja nicht ohne Grund mehr Parkraum.“

(Weiterlesen: Neues City-Parkhaus in der Delmenhorster Innenstadt-Westen öffnet am Samstag)

„Beharren nicht auf Parkplätzen am Vorwerk“

Bei einer dk-Umfrage unter Fraktionsspitzen des Rates hatte sich zuletzt ein sehr geteiltes Bild gezeigt, was den Bau eines möglichen Parkdecks am Vorwerk angeht. Wüstner: „Wir beharren nicht auf Parkplätze am Vorwerk. Eine Tiefgarage unter Hertie aber würden wir als potenziellen Angstraum für Kunden kritisch sehen“, sagte er zu Überlegungen von SPD-Fraktionschefin Bettina Oestermann. Als polemisch und unrealistisch lehnte Wüstner den Wunsch nach einem Hertie-Vollabriss ab, den Peter Stemmler (UAD) geäußert hatte. Dieser hatte gefordert: „Reißt die Bude ab.“


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