Kohlenmonoxid-Werte gemessen Shisha-Bars in Delmenhorst bei Großeinsatz kontrolliert

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Polizei, Zoll und Feuerwehr haben in der Nacht zu Samstag unter anderem diese Shisha-Bar in Deichhorst kontrolliert. Foto: RichterPolizei, Zoll und Feuerwehr haben in der Nacht zu Samstag unter anderem diese Shisha-Bar in Deichhorst kontrolliert. Foto: Richter

Delmenhorst. Polizei, Zoll und Ordnungsbehörden haben am Freitag zwischen 21 Uhr und Mitternacht Shisha-Bars in Delmenhorst überprüft. Dabei ging es nach Vergiftungsfällen anderswo vor allem um die Luftqualität. Aber die Kontrolle galt auch Brandschutz, Jugendschutz und Steuerrecht.

Da es deutschlandweit bereits zu Kohlenmonoxid-Vergiftungen in Shisha-Bars gekommen ist, ging es bei der großangelegten Kontrolle vor allem darum, ob die Delmenhorster Bars die zulässige Konzentration von 60 ppm (parts per million, oder übersetzt Millionstel) überschreiten. „Erfreulicherweise wurden die kritischen Werte bei den kontrollierten Objekten nicht überschritten“, teilt die Polizei mit.

Verstöße gegen Brandschutz und Steuerrecht

Bei der Überprüfung des Brandschutzes und der Be- und Entlüftung stellten die Vertreter mehrerer städtischer Fachdienste und der Feuerwehr Delmenhorst in einem Fall einen Verstoß gegen Baurecht fest. Auch der Zoll wurde fündig und leitete wegen Verstößen gegen das Tabaksteuergesetz Strafverfahren und Nachversteuerungen ein. Dazu stellten die Beamten die gesamten Tabakbestände der betroffenen Bars sicher, einerseits um die fälligen Steuern und Abgaben einzufordern, aber vor allem auch um Kunden vor „nicht verkehrsfähigen Waren“ zu schützen, erklärt die Polizei. Denn gefälschter Tabak könne die Gesundheit schädigen.

Drogenfund in einer Bar

„Zusätzlich wurden Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz und die Hygienevorschriften festgestellt“, vervollständigt die Polizei die Bilanz. In einer Bar beschlagnahmte die Polizei Betäubungsmittel. Daraufhin ordnete die Staatsanwaltschaft Oldenburg die Durchsuchung des Gebäudes und mehrerer Autos an. Rauschgiftspürhunde halfen dabei, konnten aber keine weiteren Drogen finden. Die beteiligten Behörden planen nach dem reibungslosen Einsatz und der geglückten Zusammenarbeit weitere Kontrollen dieser Art.


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