Hoher Schaden Gericht vertagt Urteil im Delmenhorster Untreueprozess unerwartet

Von Ole Rosenbohm

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Delmenhorst/ Oldenburg. Im Untreue-Verfahren vor dem Landgericht Oldenburg gegen eine 40-jährige Delmenhorsterin, die als Buchhalterin ein Autohaus um mehrere hunderttausend Euro betrogen haben soll, hat es am Donnerstag entgegen den Erwartungen kein Urteil gegeben.

Stattdessen trennte das Gericht die Frage der Einziehungssumme vom Verfahren ab. Ein Urteil in der Hauptsache will es jetzt am 20. Dezember sprechen.Unklar für das Gericht ist nämlich, wie viel die Angeklagte im Jahr ihrer Anstellung mit Bargeld-Entnahmen oder Überweisungen von der Firma abgezwackt hat. Das Autohaus geht von über 400.000 Euro Schaden aus, in der Anklage ist von einer Unterschlagungssumme von rund 220000 Euro die Rede.

Summer der Rückzahlungen ist noch unklar

Zudem ist nicht geklärt, in welcher Höhe die Angeklagte seit Tataufdeckung vor viereinhalb Jahren Rückzahlungen geleistet hat. Die Verteidigung geht von 160.000 Euro aus, die Anklage bisher von knapp 10.000.

Nach einer Vereinbarung vergangenen Montag zwischen den beteiligten Volljuristen und einem anschließenden Geständnis, wird die 40-Jährige mit einer Haftstrafe von knapp vier Jahren bis knapp viereinhalb Jahren rechnen müssen. Die Höhe der von ihr einzuziehenden Summe will das Gericht in einem weiteren Verfahren klären, wurde im Prozess deutlich.


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