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Kolumne Quergedacht: Rettet den Star

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Der Sinkflug eines Starenschwarmes ähnelt dem Landen des Jumbojets von Bruce Dickenson. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpaDer Sinkflug eines Starenschwarmes ähnelt dem Landen des Jumbojets von Bruce Dickenson. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

Delmenhorst. Über den Star, Mega-Stars und Donald Trumps Engagement für den Tierschutz. Eine neue Folge Quergedacht.

Der Bundesfachausschuss Ornithologie des Nabu weist auf folgenden wichtigen Umstand hin: Der Star ist bedroht. Eine tragische Entwicklung, hielt sich doch schon Mozart einen Singvogel, der wie kein zweiter seine Klaviersonaten nachpfeifen konnte.

Unwillkürlich fragt man sich, ob Vogelkenner Dieter Bohlen die Entwicklung ahnte und sich schon seit 2002 jedes Jahr einen Star herangezüchtet. Eindeutiger als „Deutschland sucht den Superstar“ geht es nicht. Man erinnert sich ja flatterhaft an seine Zöglinge wie Alexander Klaws, Marc Medlock und Beatrice Egli. Sie pfeifen in schöner Regelmäßigkeit die Sonaten des Poptitans von den Dächern.

Auch die sogenannten Mega-Stars haben das Problem erkannt: Sänger Bruce Dickenson lenkt etwa für seinen Schwarm Iron Maiden eine Boeing 747, um die Bedrohung nachzufühlen. Das Landen der Maschine ist mittlerweile vom Sinkflug eines Starenschwarmes nur noch für das geschulte Auge zu unterscheiden.

Vogelkundlern reicht das nicht. Sie fordern mehr Nist- und Brutplätze. Tierliebhaber Donald Trump, der seit Jahren den Kurznachrichtendienst mit dem Piepmatz nutzt, um auf Vogelrechte aufmerksam zu machen, schreitet voran. Das Weiße Haus verkündete jüngst, dass der Präsident das Nest auf seinem Kopf zum Brüten freigegeben hat.


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