Teutonia singt Weihnachtskonzert Delmenhorster Chor zwischen Probenstress und Adventsglück

Wollen ihr Publikum singend entlassen: Chorleiterin Stefanie Golisch (re.), Pressewart Dr. Uwe Wiest und die Vorsitzende des Gesangvereins Sabine Heruth laden zum Teutonia-Weihnachtskonzert ein. Foto: Sonia VoigtWollen ihr Publikum singend entlassen: Chorleiterin Stefanie Golisch (re.), Pressewart Dr. Uwe Wiest und die Vorsitzende des Gesangvereins Sabine Heruth laden zum Teutonia-Weihnachtskonzert ein. Foto: Sonia Voigt

Delmenhorst. Mit seinen 110 Stimmen sollte der Gesangverein Teutonia die Allerheiligen-Kirche beim Weihnachtskonzert am 15. Dezember mühelos ausfüllen. Doch der größte Chor der Stadt will auch sein Publikum singend in den Advent entlassen.

Das Weihnachtskonzert des Gesangvereins Teutonia wartet mit einer versierten Bremer Pianistin und zwei dem Delmenhorster Publikum wohlbekannten Gesangssolisten auf – aber der Star an diesem Adventsnachmittag ist der größte Chor der Stadt. Die Konzertkulisse bildet am Samstag, 15. Dezember, ab 17 Uhr (Einlass 16 Uhr) nach längerer Pause erstmals wieder die Allerheiligen-Kirche, Wildeshauser Straße 23. Chorleiterin Stefanie Golisch verspricht ein Programm, das sein Publikum „in Weihnachtsstimmung bringt und glücklich entlässt“.

Vom Delmenhorst-Programm ins Weihnachtsrepertoire

Das Jahresende ist für viele Musiker eine konzertreiche Zeit mit entsprechendem Vorbereitungsstress, so auch für Stefanie Golisch zwischen eigenen Solokonzerten und Chorleitungsaufgaben. „Aber es ist ein Glück, dass ich so oft Weihnachten feiern darf“, erklärt die Bremerin, die Teutonia seit gut zwei Jahren leitet. Das gilt auch für ihren 110-köpfigen Chor, der bis zu seinem Benefiz-Konzert Ende September intensiv an seinem stadtgeschichtlichen Delmenhorst-Programm gefeilt hatte, und danach nahtlos begann, alte und neue Weihnachtslieder zu singen. „Da hat sich keiner beklagt“, sagt Golisch.

Weihnachtsklassiker aus Neuseeland vertreten

Neben bekannten Liedern wie „Fröhliche Weihnacht“, „Jingle Bells“ oder „Freu dich, o Welt“, die auch zum Mitsingen einladen sollen, bringt der Gesangverein unbekanntere Titel wie das neuseeländische „Te Harinui“ zu Gehör. Bariton Markus Liebegott steuert zu dem etwa einstündigen bunten Programm ohne Pause den Spiritual „Amen“ bei. Auch Chorleiterin Stefanie Golisch singt ein Solostück. Und freut sich, dass sie mit der Bremerin Eunmi Kim eine „hervorragende Pianistin“ gewinnen konnte. So kann die Teutonia-Vorsitzende Sabine Heruth, die den Chor zuletzt begleitet hatte, sich wieder entspannt bei den Sängern einreihen.

Spenden gehen ans Frauenhaus

Wie bei seinen Weihnachtskonzerten üblich, verzichtet der Gesangverein auf Eintritt, sammelt aber Spenden – dieses Mal für das Delmenhorster Frauenhaus, dessen Spielplatz einem Anbau weichen muss und neu errichtet werden soll.


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