Historische Stadtansicht Am jüdischen Friedhof Zeichen der Versöhnung gesetzt

Von Als am 21. November 1979 der umgestaltete Vorplatz des jüdischen Friedhofs an der Syker Straße in Delmenhorst eingeweiht wurde, war die jüdische Gemeinde in Delmenhorst seit Jahrzehnten erloschen.

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Delmenhorsts Oberbürgermeister Otto Jenzok (rechts, daneben Oberstadtdirektor Franz Cromme) sprach im November 1979 bei der Gedenkfeier am jüdischen Friedhof. Archivfoto: Horst SchillingDelmenhorsts Oberbürgermeister Otto Jenzok (rechts, daneben Oberstadtdirektor Franz Cromme) sprach im November 1979 bei der Gedenkfeier am jüdischen Friedhof. Archivfoto: Horst Schilling

Delmenhorst. Als am 21. November 1979 der umgestaltete Vorplatz des jüdischen Friedhofs an der Syker Straße eingeweiht wurde, war die jüdische Gemeinde in Delmenhorst seit Jahrzehnten erloschen.

Mehr als 175 Frauen, Männer und Kinder waren von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet oder in die Emigration getrieben worden. Heute gehört jüdisches Leben wieder zur gesellschaftlichen Vielfalt in der Stadt, 1997 ist die Jüdische Gemeinde neu gegründet worden.

Im Beisein des Landesrabbiners Abraham Hochwald sprach Oberbürgermeister Otto Jenzok bei der Gedenkfeier im November 1979 von dem am jüdischen Friedhof aufgestellten Gedenkstein als „stummer Zeuge“ der Versöhnung. Das Mahnmal sollte zugleich die Erinnerung an die Schrecken der Gewaltherrschaft von 1933 bis 1945 wachhalten.


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