Juwel im Dornröschenschlaf Blick auf den Delmenhorster Wollepark als wertvolles Kulturgut

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Der Wollepark soll wieder aufgewertet werden. Archivfoto: Melanie HohmannDer Wollepark soll wieder aufgewertet werden. Archivfoto: Melanie Hohmann

Delmenhorst. Mitten in Delmenhorst liegt ein Juwel – es muss nur gefunden und hergerichtet werden. Das ist die Botschaft des Entwicklungskonzeptes für den Wollepark. Ein Planungsbüro hat nun Ideen, wie der Park hergerichtet werden kann, vorgestellt. Vorgesehen sind viele Änderungen.

Gleich mehrere Vorschläge für die Verschönerung des Wolleparks hat ein Planungsbüro dem Umwelt- und dem Planungsausschuss vorgestellt. Das Profil des Parkes soll geschärft werden als das, was es ist: ein wertvolles Kulturgut. Das bedeutet auch künftige Verbesserungen für Begegnung, Zugang oder Bepflanzung.

Drei Kernaussagen zur Bedeutung

Für die Gestaltung eingeplant ist das Landschaftsarchitektur-Büro Wiebold aus Osnabrück. Das Team um Leiter Klaus Wiebold – der den Wollepark als Juwel im Dornröschenschlaf einordnet – hat ein Leitbild aus drei Kernaussagen formuliert: Den Wollepark als Erholungsraum mit „kulturhistorischer und naturbezogener Freiraumqualität“, Erhalt und Stärkung des städtischen Naturraums Wollepark, Weiterentwicklung der Qualität bei allen künftigen Planungen. Der Park sei ein Kulturelles Erbe der Stadt durch seine Entstehungsgeschichte mit der Nordwolle. Und er hat sich verändert: Von ursprünglich 14 Hektar sind noch sieben geblieben – und: „Wo der Park früher durch vielleicht 20 Leute genutzt wurde, sind es heute bis zu 2000“, sagt Doris Kube vom Planungsbüro. Um dem Zweck als Kulturgut weiter gerecht zu werden und Aufenthaltsqualität zu bieten, hat das Team mehrere Punkt in ihrem Konzept klar umrissen.

Viele Pläne für den Park

Im Plan ist die Umgestaltung schon länger. Demnach könnte einiges verändert werden – zuallererst die Zugänge. „Die sind zum Teil für Ortsunkundige gar nicht als Zuwegungen zu erkennen“, sagt Kube, „da ist Handlungsbedarf“. Außerdem denkbar seien – neben ausreichenden Parkplätzen –

  • ein „Entdeckerwald“ zwischen Parkschule und dem Kindergarten an der Pommernstraße,
  • ein Begegnungsplatz direkt nördlich der großen Wiese zwischen Kindergarten und dem ersten Bogen der Pommernstraßen-Blocks,
  • eine Betonung des „Aussichtshügels“ inmitten der großen Wiese,
  • der Erhalt der wichtigen ökologischen Gehölzstruktur,
  • die Wiederherstellung der historischen Form der Teichufer,
  • ein Auslichten des Bewuchses auf der Halbinsel am Delmeufer für mehr Freiraum und Aufenthaltsqualität, dabei Halten der beeindruckenden Einzelbäume,
  • eine bessere Wegeführung der Fuß- und Radwege,
  • die Rekonstruktion der historischen schmiedeeisernen Brücke an der Villa oder
  • ein möglichst historisches Herrichten der Bepflanzung am Fabrikhof-Spielplatz und ein weiterer Zugang zum Delmeuferweg.

Diese Maßnahmen seien Schritt für Schritt umzusetzen, um dem Wollepark wieder die Bedeutung als Kulturgut zu geben, die ihm zukomme, so die Referentin. Die Mitglieder der beiden Ausschüsse Planen und Umwelt nahmen die Pläne wohlwollend zur Kenntnis.


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