Mehr Sicherheit auf Straßen Delmenhorst beschließt Ampel und Tempoanzeige

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Vorbild Brauenkamper Straße in Delmenhorst-Deichhorst (Foto): Auch an der Thüringer Straße soll eine Druckampel aufgestellt werden. Foto: Frederik GrabbeVorbild Brauenkamper Straße in Delmenhorst-Deichhorst (Foto): Auch an der Thüringer Straße soll eine Druckampel aufgestellt werden. Foto: Frederik Grabbe

Delmenhorst. Delmenhorst hat im Planungsausschuss des Stadtrates am 30. Oktober 2018 beschlossen, an zwei Stellen im Stadtgebiet die Straßen ein Stück weit sicherer zu machen: Wir sagen wo und warum.

Delmenhorst macht an zwei Stellen im Stadtgebiet die Straßen ein Stück weit sicherer: An der Thüringer Straße wird in Höhe Ernst-Eckert-Seniorenheim eine Druckampel aufgestellt und an der Stedinger Landstraße soll vor der Einmündung zur Stromer Landstraße eine digitale Tempowarnanzeige Raser ausbremsen. Beide verkehrsregelnden Vorhaben waren zuletzt nicht unumstritten, sind aber nun doch am Dienstag, 30. Oktober 2018, vom Planungsausschuss des Stadtrates beschlossen (Geschwindigkeitsanzeige) oder angenommen worden (Ampel).

Spendengelder für Tempoanzeige

SPD-Ratsfrau Annette Kolley hatte mehrfach für mehr Sicherheit im nördlichen Stadtteil Sandhausen plädiert wegen des neuen Spielplatzes, des zunehmenden Lärms durch den Schwerverkehr zum GVZ, einer fehlenden Ampel und fast durchgängigen Tempoverstößen. Eine fest stationierte digitale km/h-Anzeige, die nicht zu Sanktionen führt und lediglich Warneffekt erzeugen soll, hatte die Verwaltung bislang abgelehnt: Es sei kein Geld da, die Stadt könne in dem Bereich ihre mobile Anlage einsetzen und man wolle Begehrlichkeiten auch an anderen belasteten Straßen verhindern. Nachdem jedoch geklärt werden konnte, dass die Kosten eine Fest-Anlage von bis zu 3000 Euro auch durch Spenden finanziert werden können, gab es einen einstimmigen Entschluss pro Anschaffung.

Ampel-Standort gefunden

An der Thüringer Straße ist es der Verwaltung laut Hendrik Abramowski, Fachdienstleiter Verkehr, gelungen, einen Ampel-Standort trotz schwieriger Straßenlage mit Kurvenbereich, Einmündungen, schmalen Bürgersteigen und hohem Parkdruck zu finden. Die bedarfsgesteuerte Anlage soll im Frühjahr fertiggestellt werden.

Bauland erneut von Politik vertagt

Weniger entscheidungsfreudig zeigten sich die Ratspolitiker indes erneut beim Bauland: Wegen plötzlichen Beratungsbedarfs vertagte der Ausschuss Beratung und Abstimmung über mögliche Baugrundstücke Am Heidkamp (auf Antrag von Ratsfrau Eva Sassen, Bürgerforum) und in Hasbergen (Hartmut Rosch, Linke). Einen privaten Baulandwunsch für Neuendeel bügelten die Parteien mit Ausnahme der CDU kategorisch ab mit dem Hinweis auf die außerorts liegende Fläche sowie die Nähe zum Schutzgebiet Sandhauser Brake. Den geplanten Bebauungsplan für den Ausbau des Einmündungsbereichs Jute-Center/Stedinger Straße/Wollepark setzte die Verwaltung ab – ohne nähere Begründung.

Bürger verärgert

Das erneute Aufschieben von Baulandplanungen löste Verärgerung unter den anwesenden Bürgern. Ulf Kors vom Seniorenbeirat fasste zusammen, dass viele Zuhörer extra zur Sitzung gekommen seien und nun unverrichteter Dinge wieder nach Hause müssten.


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