Arbeitsmarkt in Delmenhorst Arbeitslosenquote weiter stabil auf Abwärtskurs

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Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnet in Delmenhorst weiterhin einen positiven Trend. Symbolbild: dpaDie Bundesagentur für Arbeit verzeichnet in Delmenhorst weiterhin einen positiven Trend. Symbolbild: dpa

Delmenhorst. Der Arbeitsmarkt in Delmenhorst verbessert sich weiter. Nachdem die Quote im Monat September für die Stadt erstmals seit langem auf unter neun Prozent gesunken ist, baut sich der niedrige Stand weiter aus: Mittlerweile sind nur noch 8,7 Prozent aller Erwerbsfähigen ohne Arbeitsstelle. Zunehmend bewerben sich Geflüchtete um Ausbildungsstellen.

Der positive Trend bei den Arbeitsmarktzahlen stabilisiert sich. Die Arbeitslosenquote liegt bei 8,7 Prozent in der Stadt und 3400 Personen. Das ist ein Rückgang von 0,1 Prozentpunkt im Vergleich zum Vormonat September. Im Geschäftsstellenbezirk Delmenhorst – mit Ganderkesee – liegt die Quote bei 7,1 Prozent und insgesamt 3991 Personen, und ebenfalls 0,1 Prozentpunkt niedriger als im September.

Weiter stark im Vergleich zu 2017

Der Herbst ist traditionell eine Zeit, in der sich die Quoten verbessern. Das anlaufende Herbst- und Weihnachtsgeschäft und beginnende Ausbildungen führte Karin Kayser, Geschäftsstellenleiterin der Agentur für Arbeit, bereits im vergangenen Monat als Gründe an. Aber die Verbesserung um jeweils 0,1 Prozentpunkt zum Vormonat verblasst sogar auch im Vergleich zu den Zahlen im Vorjahr: In der Stadt allein lag die Arbeitslosenquote satte 1,1 Prozentpunkte niedriger als im Oktober 2017. Im Geschäftsstellenbezirk mit Ganderkesee gab es immerhin noch eine Verbesserung um 0,9 Prozentpunkte im selben Zeitraum.

Drei Viertel beziehen Hartz IV

Die Arbeitslosen teilen sich auf in Arbeitslosengeld I-Bereich und Arbeitslosengeld-II-Bereich (Hartz IV). 26,6 Prozent (904 Personen) der Gesamtzahl an Erwerbslosen bekommen Arbeitslosengeld I. Die übrigen 73,4 Prozent (2496 Personen) erhalten Hartz IV. Gegenüber dem Vormonat hat sich dabei besonders die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld I verringert, nämlich um 3,8 Prozent.

5243 in Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung sank ebenfalls weiter. In dieser Gruppe sind diejenigen zusammengefasst, die nicht als arbeitslos gelten, aber zurzeit ohne Beschäftigung sind, in Fortbildungen oder Integrationskursen sind oder einen Ein-Euro-Job haben. Von ihnen gibt es in der Stadt Delmenhorst derzeit 5243. Das sind 43 Menschen oder 0,8 Prozent weniger als im September, und 371 beziehungsweise 6,6 Prozent weniger als im Oktober 2017.

Geflüchtete kommen auf Arbeitsmarkt

Die Zahl offener Stellen in der Stadt Delmenhorst ist derweil gestiegen: 838 offene Stellen liegen dem Jobcenter im laufenden Monat vor. Das sind 30 mehr als im September – und 94 mehr als im Vorjahr. Die größte Nachfrage nach Mitarbeitern gibt es demnach im Bereich der Produktion und Fertigung. Hier sind 366 Stellen zu vergeben – 26 mehr als im Vorjahr. An zweiter Stelle folgen die Berufe aus den Bereichen Verkehr und Logistik mit 148 Stellen – zehn mehr als im Vorjahr. Weitere große Bereiche sind Gesundheit und Soziales, Lehre und Erziehung (125, Vorjahr 138) sowie Bau, Architektur und Gebäudetechnik (74, Vorjahr 73). Niedersachsenweit verzeichnet dabei die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit einen Rückgang von Ausbildungsbewerbern. Das liege an rückläufigen Schülerjahrgängen und der hohen Studierneigung, erklärte der stellvertretende Chef der Direktion, Klaus Oks. Erfreulich sei aber, dass sich immer mehr junge Geflüchtete um eine Ausbildung bemühen. 58.200 Ausbildungsbewerber hätten sich landesweit gemeldet – 2800 weniger als im Vorjahr. Aber: 4500 von ihnen waren Geflüchtete.

3,3 Prozent im Landkreis Oldenburg

Die letztlich relativ guten Werte aus Delmenhorst stehen weit zurück hinter den Beschäftigungszahlen aus dem Landkreis Oldenburg: Hier liegt die Arbeitslosenquote bei gerade einmal 3,3 Prozent – das sind 2410 Personen. Die Verbesserung der Zahlen gibt es auch hier, allerdings bei weitem nicht mit einer so steilen Kurve wie in Delmenhorst. Die Quote ist im Vergleich zum Vormonat September „nur“ um 0,1 Prozentpunkt, und im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte gesunken.


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