Liveshow mit emotionalen Bildern In zweieinhalb Stunden um die ganze Welt

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Spektakuläre Show für den guten Zweck: Weltumrunder Reiner Meutsch und die Künstler seiner Liveshow nehmen im Autohaus Engelbart den Applaus des Publikums entgegen. Foto: Dirk HammSpektakuläre Show für den guten Zweck: Weltumrunder Reiner Meutsch und die Künstler seiner Liveshow nehmen im Autohaus Engelbart den Applaus des Publikums entgegen. Foto: Dirk Hamm

Delmenhorst. Der Weltumrunder Reiner Meutsch hat mit seiner spektakulären Liveshow 200 Besucher im Autohaus Engelbart begeistert. Der Spendenerlös dient dem Bau von Schulen in armen Ländern.

In zweieinhalb Stunden einmal um die ganze Welt reisen: Dazu muss man schon Astronaut sein – oder Besucher einer der Liveshows von Abenteurer und Philanthrop Reiner Meutsch. Der Westerwälder hat sich einen Lebenstraum erfüllt und als Privatpilot alle fünf Kontinente besucht. Die mit Akrobatik und Livemusik angereicherte Dia- und Videoshow, die aus seinem 100.000-Kilometer-Trip von 2010 durch 77 Länder entstanden ist, hat am Freitagabend mehr als 200 Besucher im Autohaus Engelbart am Hasporter Damm in den Bann gezogen.

Schulen für die Kinder in Armutsregionen

Meutsch war früher erfolgreicher Reiseunternehmer, dann verkaufte er seine Firma Berge & Meer und wechselte den Schreibtisch gegen das Cockpit eines Flugzeugs ein. Seitdem widmet er sich mit seiner Stiftung Fly & Help der Aufgabe, in den ärmsten Ländern der Welt Schulen zu bauen, um Kindern und Jugendlichen, die sonst keine Bildungschancen hätten, den Schulbesuch zu ermöglichen. Allein in diesem Jahr seien bereits 84 solcher Projekte abgeschlossen worden, berichtete Meutsch.

Berührende Bilder geschossen

Auch seine Weltumrundung hat er mit der Eröffnung von nach UNO-Norm errichteten Schulgebäuden verknüpft. Dabei sind emotionale Bilder entstanden, stets wurde der Förderer mit großer Herzlichkeit empfangen, die ihm die Tränen der Rührung in die Augen trieb. Die fröhlichen Kindergesichter sind es auch, die Meutsch in allen Gegenden der Welt besonders berühren und die er immer wieder auf den selbst geschossenen Fotos festgehalten hat.

Auch Eindrücke von der Armut

Die Show, bei deren Moderation Reiner Meutsch durchaus auch Entertainerqualitäten verrät, hebt sich deutlich von den üblichen Diavorführungen von Reisen in ferne Länder ab. Das liegt nicht nur an den Liveauftritten von zwei Akrobaten aus Ghana, einem Panflötenspieler aus Südamerika und der Sängerin Yma América aus dem Ensemble des Musicals „König der Löwen“. Neben den traumhaft schönen Impressionen von atemberaubenden Landschaften von der Arktis bis zum Tafelberg in Südafrika und dem australischen Outback vermitteln die Bilder und Filmsequenzen aus den besuchten Städten beklemmende Eindrücke von der an vielen Orten anzutreffenden bitteren Armut.

Spendenerlös für die Schulprojekte

Nicht selten sind direkt neben dem Touristenidyll die schäbigen Behausungen der Ärmsten der Armen zu finden. „Das Schlimmste, was ich je gesehen habe, war die Armut in Kalkutta“, kommentierte Meutsch den ungeschminkten fotografischen Blick auf die Slums der indischen Megacity, in denen Millionen Menschen ihr Dasein in menschenunwürdigen Verhältnissen fristen.

Der Spendenerlös seiner Veranstaltungen komme „eins zu eins“ den Schulprojekten zugute, versicherte der Weltumrunder. Simone Henze vom Delmenhorster Derpart-Reisebüro Optimal Reisen, das den Abend mit organisierte, überreichte Meutsch einen Scheck über 750 Euro. Außerdem wanderten laut Henze rund 500 Euro in die Spendenbox. Dazu kommt der Erlös des Verkaufs von Büchern, DVDs und sonstigen Artikeln an diesem Abend. Wie viel insgesamt für den guten Zweck zusammengekommen ist, konnte am Samstag noch nicht genau beziffert werden.


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