Folge aus Mordserie Delmenhorster Patientenfürsprecherin soll Vertrauen fördern

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Hat seit 2016 den Posten des Patientenfürsprechers eingerichtet: Das JHD Delmenhorst. Foto: Melanie HohmannHat seit 2016 den Posten des Patientenfürsprechers eingerichtet: Das JHD Delmenhorst. Foto: Melanie Hohmann

Delmenhorst. Der Fall Högel hat Deutschland und Niedersachsen erschüttert. Als eine Lehre aus der Vergangenheit hat das Josef-Hospital Delmenhorst (JHD), das als früheres städtisches Klinikum Arbeitgeber des Ex-Krankenpflegers Niels Högel war, unter anderem den Posten des Patientenfürsprechers geschaffen. Dieser ist 2015 auch im Niedersächsischen Krankenhausgesetz verankert worden.

In Delmenhorst ist diese Person Antje Beilemann, die unter anderem auch SPD-Ratsfrau und Bürgermeisterin ist. Laut Gesetz ist es ihr Auftrag, das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Angehörigen auf der einen Seite und Krankenhaus und den Klinikbeschäftigten auf der anderen Seite zu fördern. „Praktisch sieht es zum Beispiel so aus, dass ein Patient sich an mich wendet, weil er meint, dass er falsch behandelt worden ist oder anders behandelt werden sollte.“ Auch Angehörige könnten sich an sie wenden. Beilemann nehme die Kritik auf und wende sich über das JHD an den behandelnden Arzt. „Bislang konnten wir die Probleme auf diese Weise immer schnell klären.“

„Zahl der Anfragen hat abgenommen“

Seit Sommer 2016 ist sie in dieser Funktion tätig. Allerdings stellt Beilemann fest, dass die Zahl der Anfragen abgenommen hat. Die vergangenen Monate seien ruhig gewesen. „Der meiste Andrang war, nachdem das Gesetz geändert worden und es damit auch in den Medien präsenter war“, sagt sie. Die Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus nennt sie sehr kooperativ, es stellten sich kaum Probleme. Eine medizinische oder juristische Beratung allerdings, stellt die Patientenfürsprecherin klar, könne sie Patienten oder ihren Angehörigen aber nicht bieten.

Kontakt zur Patientenfürsprecherin ist möglich unter Telefon (0174) 1 30 32 88 oder per E-Mail an patientenbeauftragte@jh-del.de.


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