Kartoffelfest am Sonntag Delmenhorst bleibt auch im 27. Jahr der Knolle treu

Von Kai Hasse und Thomas Breuer

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Die Kartoffel in jeder Zubereitungsart gibt es beim Kartoffelfest, das zusammen mit einem verkaufsoffenen Sonntag stattfindet. Foto: Andreas NistlerDie Kartoffel in jeder Zubereitungsart gibt es beim Kartoffelfest, das zusammen mit einem verkaufsoffenen Sonntag stattfindet. Foto: Andreas Nistler

Delmenhorst. Delmenhorst geht in die 27. Auflage des Kartoffelfestes am Sonntag, 14. Oktober. Die Strahlkraft des Festes sei groß: Gäste werden sogar aus Nordrhein-Westfalen erwartet.

Das Kartoffelfest gehört zu Delmenhorst. Das stellt Eyke Swarovsky, Sprecher der Delmenhorster Wirtschaftsförderungs Gesellschaft dwfg fest. Zum bereits 27. Mal ist das Fest mit großem Programm im Terminplan der Stadt. Morgen geht es um 11 Uhr los. Parallel ist verkaufsoffener Sonntag.

Besucher aus dem gesamten Umfeld der Stadt

Das Kartoffelfest gehöre zu den größten Veranstaltungen, die in der Stadt geboten werden, so Swarovsky. „ Die Beliebtheit des Festes zeigt sich allein schon daran, dass wir es am Sonntag bereits zum 27. Mal in Verbindung mit dem verkaufsoffenen Sonntag im ganzen Stadtgebiet feiern“, sagt er. „Das Kartoffelfest gehört zu Delmenhorst.“ Dabei habe das Fest auch in die Region eine hohe Strahlkraft. Besucher kämen aus dem gesamten Umfeld der Stadt. „Es gibt sogar Busunternehmen, unter anderem aus Nordrhein-Westfalen, die Tagesfahrten zum Kartoffelfest anbieten“, sagt der Kommunikationsmanager der dwfg.

Mehr als eine Geschichte als Industriestadt

Delmenhorst ist nicht nur die Stadt zwischen den beiden größeren Städten Bremen und Oldenburg. Delmenhorst liegt auch mitten zwischen den Schollen der Bauern drumrum. Dem Landwirtschaftlichen wurde bei der Entstehung des Festes Rechnung getragen. Der Name des Kartoffelfestes geht zurück auf den Verkehrsverein, der das Fest vor 27 Jahren zum ersten Mal organisierte. „Die Veranstalter wollten mit dem Namen verdeutlichen, dass Delmenhorst mehr als eine Geschichte als Industriestadt hat“, erklärt Swarovsky. „Die Verbindung zwischen Stadt und Land zu zeigen – vor allem darauf kam es uns an“, wurde die damalige Geschäftsführung des Verkehrsvereins in einem Presseartikel nach dem 1. Kartoffelfest zitiert. Ziel sei es ferner gewesen, das traditionelle Marktgeschehen mit alter Handwerkskunst zusammenzubringen. Diese Grundidee hat sich bis heute gehalten.

Über 90 Aussteller sind dabei

Schon beim zweiten Kartoffelfest vor 26 Jahren waren 45 Aussteller dabei. Das hat sich über die Jahre entwickelt: „Heute sind es über 90“, betont der dwfg-Sprecher. Und das kulinarische Angebot sei breiter geworden. Es gibt nicht nur Kartoffeln: Wer Bratwurst oder Knipp will, findet beides. Aber dennoch bleibt das Fest der Knolle treu: „Erstmals haben wir in diesem Jahr auch echt bayerische Kartoffelknödel aus Neumarkt in der Oberpfalz dabei“, sagt Swarovsky. Das Angebot an Ständen, Ausstellern und Speisen sei ständig im Wandel. Auch beim Rahmenprogramm mit Musik und Aktionen für Kinder sei man mit der Zeit gegangen und über die Jahre moderner geworden, ohne dabei den ursprünglichen Charme des Festes zu vernachlässigen. Swarovsky: „Uns ist wichtig, mit dem Kartoffelfest ein Event mit Angeboten für die ganze Familie zu veranstalten.“

Buntes Programm

Dem Landwirtschaftlichen und Handwerklichen ist das Programm treu: Auf Rathausplatz und Wallplatz kann man Glasbläsern, Kaninchenzüchtern, Kettensägekünstlern, Drechslern, Seilern oder Messerschärfern zuschauen. Rund um die Knolle geht es beispielsweise beim Kartoffelschälwettbewerb, Kartoffelbastelaktionen, Siebdruck und Kartoffelquiz. Zudem spielen mehrere Bands, Künstler und lokale Gruppen wie die Delme Square Dancer, die Hasport Shantys, die Irish-Folk-Gruppe Shannon sowie die Sundown Skifflers.


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