Schauspiel im Kleinen Haus Klassiker „Hexenjagd“ auf Delmenhorster Bühne

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Arthur Millers Schauspiel „Hexenjagd“ wird am kommenden Dienstag im Kleinen Haus gezeigt. Foto: Dietrich DettmannArthur Millers Schauspiel „Hexenjagd“ wird am kommenden Dienstag im Kleinen Haus gezeigt. Foto: Dietrich Dettmann

Delmenhorst. Mit dem Schauspiel „Hexenjagd“ aus der Feder von Arthur Miller steht am Dienstag, 16. Oktober 2018, ab 20 Uhr ein Klassiker des Theaters auf dem Spielplan im Kleinen Haus, dargeboten von der Konzertdirektion Landgraf.

Mit der Hexenverfolgung des 17. Jahrhunderts in Amerika behandelt „Hexenjagd“ vordergründig zwar einen historischen Stoff, die Zusammenhänge zwischen religiösem und politischem Fanatismus wurden aber vom Autor bewusst auch auf seine Gegenwart – die Kommunistenhatz des berüchtigten Senators Joseph McCarthy im Amerika der 1950er Jahre – bezogen. Und jetzt ist klar: 65 Jahre nach der Uraufführung ist Millers Klassiker thematisch plötzlich wieder hochaktuell in Zeiten, in denen Presse- und Meinungsfreiheit in vielen Weltgegenden zunehmende Einschränkung erfahren und Machthaber tatsächliche oder vermeintliche politische Gegner unter fadenscheinigen Gründen verfolgen und inhaftieren lassen.

Zurück ins Jahr 1692

Kurz zum Inhalt des Stücks: Salem, Massachusetts, im Jahr 1692. Der puritanische Pastor Samuel Parris überrascht seine halbwüchsige Nichte Abigail und einige andere Mädchen zu nächtlicher Stunde beim Tanz im Wald. Als am Morgen danach einige der Mädchen auffälliges Verhalten zeigen, verbreiten sich in der Stadt schnell Gerüchte, dass Hexerei im Spiel war. Parris, der um seinen Ruf fürchtet, holt sich Hilfe in Person des Pastors John Hale, eines Experten in Sachen Hexerei. Unter Hales und Parris‘ Befragung behaupten die Mädchen schließlich, vom Teufel besessen zu sein, und bezichtigen auch andere, mit dem Teufel im Bund zu stehen. Damit treten sie eine Woge der Hysterie los, die schnell außer Kontrolle gerat. Dem eilends einberufenen Hexengericht unter dem Vorsitz von Richter Danforth gelten die Aussagen der Mädchen als Beweis der Schuld, nur wer gesteht und selbst weitere Namen nennt, kann dem Tod durch den Strang entgehen. Das Unheil nimmt seinen Lauf.

Zum Ensemble gehören unter anderem Wolfgang Seidenberg, Carsten Klemm, Ralf Grobel und Hannah Prasse.


nKarten gibt es bei der der Konzert- und Theaterdirektion sowie an der Abendkasse.

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