Pflanzaktion in Düsternort Delmenhorster setzen Zeichen gegen Vermüllung

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Sorgen für mehr Farbe im Frühliung: Karin Hemken, Charmoun Youssef und Yasser Alzein. Foto: Sascha Sebastian RühlSorgen für mehr Farbe im Frühliung: Karin Hemken, Charmoun Youssef und Yasser Alzein. Foto: Sascha Sebastian Rühl

Delmenhorst. Anwohner haben 2500 Blumenzwiebeln in Düsternort in städtischen Grünflächen eingepflanzt. Damit soll ein Zeichen gegen Vermüllung gesetzt werden.

Nach und nach verschwindet eine Blumenzwiebel im bereits aufgelockerten Boden. „Ich hab es als Anwohnerin doch in der Hand, wie mein Wohnort aussieht“, findet Renate Krön. Die Düsternorterin ist gerade dabei, zwei kreisrunde Beete neben einem Baum in der Breslauer Straße zu verschönern. „Ich denke, das hat Potenzial. Was schön aussieht, wird nicht vermüllt.“

Start einer neuen Aktion

Der Umwelt etwas Gutes tun, Vermüllung einschränken, den Stadtteil verschönern: Das waren die drei Ziele der Aktion „Blumen gegen Müll“, in deren Verlauf am Donnerstag insgesamt 2500 Blumenzwiebeln gepflanzt wurden. Freiwillige, das Nachbarschaftsbüro Düsternort, der Arbeitskreis „Sauberes Delmenhorst“ und die Fachdienste Umwelt und Stadtgrün und auch Besucher der Mevlana-Moscheegemeinde waren daran beteiligt. „Müll ist ein Problem. Wir werden es hiermit nicht lösen, aber ein Zeichen setzen“, schätzte Bea Brüsehoff vom Nachbarschaftsbüro die Erfolgschancen ein. „Außerdem gibt es dann hier im Frühjahr auch für die Insekten was zu essen.“

Stadt freut sich über Freiwillige

Unter 500 Euro hätte die Stadt für die Blumenzwiebeln ausgegeben. „Aber sonst haben wir nicht so viele Gärtner zur Verfügung“, sagte Katrin Stöver, Leiterin des Fachdiensts Stadtgrün, mit Blick auf die vielen Freiwilligen. So unterstützte die Stadt die Aktion auch mit Arbeitshandschuhen und der Vorbereitung der drei Flächen: zwei kleine an der Breslauer Straße und eine große am Düsternorter Marktplatz. Der Plan folge auch einem Gesamtkonzept für die ganze Stadt zur Schaffung von Blühwiesen. Beteiligen könnten sich auch Schulklassen oder Freiwillige an anderen Orten.

Weitere Flächen sollen folgen

Interessiert zeigte sich zum Beispiel Anwohnerin Renate Krön. „Vor unserem Kleingärtnerverein ist auch noch eine städtische Grünfläche.“ Die Stadt freue sich über das Engagement, machte Katrin Stöver klar. „Es gibt viele solcher Inseln in der Stadt und Flächen in Parks.“

Nicht schlimmer als in anderen Stadtteilen

Monika Grenzdörfer vom Fachdienst Umwelt betonte, dass es einige Brennpunkte in der Stadt gebe, in der die Landschaft vermüllt werde. „Aber ich glaube nicht, dass es in Düsternort schlimmer ist als in anderen Stadtteilen. Es sind meistens einzelne Menschen, die das machen. Entweder, weil sie es nicht besser wissen oder weil sie sich keine Gedanken darum machen.“


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