Polizei richtet Appell an Eltern Beleuchtung an Delmenhorster Fahrrädern oft mangelhaft

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Eine funktionierende Beleuchtung am Rad ist nicht nur in der dunklen Jahreszeit unverzichtbar. Archivfoto: Patrick Seeger/dpa/lswEine funktionierende Beleuchtung am Rad ist nicht nur in der dunklen Jahreszeit unverzichtbar. Archivfoto: Patrick Seeger/dpa/lsw

Delmenhorst. Die Ferien neigen sich dem Ende zu, die Tage werden kürzer. Die hiesige Polizeiinspektion weist ausdrücklich darauf hin, wie wichtig jetzt eine gute Beleuchtung am Fahrrad ist – nicht nur für Schulkinder.

Frei nach Bert Brecht ist jedem klar: „Und man siehet die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht“. Brecht hatte dabei nicht die Radfahrer im Sinn. Aber es ist nun einmal Fakt. Radfahrer sind in der dunklen Jahreszeit besonders gefährdet, weil sie im Straßenverkehr schwer auszumachen sind, besonders dann, wenn sie sich nicht an Vorschriften und Regeln halten. Polizeioberkommissar Torsten Blume, bei der Polizeidirektion zuständig für den Bereich Verkehrssicherheit, sagt: „Erkennbarkeit ist im Straßenverkehr das A und O. Das gilt gerade auch für Radfahrer.“ Und besonders gelte das für Kinder. Die Herbstferien neigen sich dem Ende zu, am Montag geht die Schule wieder los. Und viele Schüler legen ihren Schulweg morgens oft nicht ausreichend gesichert zurück: „Wenn wir an Grundschulen die Räder der Schüler kontrollieren, dann liegt der Anteil der Räder, die ganz ohne Beanstandung sind, bei nicht viel mehr als 25 Prozent.“

Appell an Eltern

Besonders anfällig für Störungen, darauf weist auch die Verkehrswacht immer wieder hin, ist die Beleuchtung. Defekte Kabel, kaputte Birnen, leere Akkus, ein schwerfälliger Dynamo, „manchmal fehlt die Beleuchtung sogar ganz“, sagt Blume. Dabei sei die Devise: Je mehr Beleuchtung, desto besser. Vorgeschrieben sind laut Gesetzgeber eine Lampe vorn, ein rotes Rücklicht hinten, ein weißer Reflektor vorn, ein roter hinten, Speichenreflektoren (Katzenaugen) oder reflektierende Streifen an den Reifen oder in den Speichen.

Blume betont, dass vor allem Eltern gefordert sind, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder mit einem verkehrssicheren Rad unterwegs sind. „Wir müssen aber leider feststellen, dass Eltern dieser Aufgabe oft nicht nachkommen und Appelle nicht ankommen.“ Die Polizei und auch die Verantwortlichen der Grundschulen täten viel: Elternbriefe, Broschüren, Mängelzettel nach Kontrollen. „Kinder sind nicht strafmündig“, sagt Blume. Der Weg gehe daher natürlich immer über die Eltern.

Auch Autofahrer gefordert

Sicherheitsaspekte müssten im Straßenverkehr insgesamt mehr in den Fokus rücken. „Helle Kleidung, Warnwesten, Fahrradhelm – all das hilft. Das gilt übrigens auch für erwachsene Radfahrer“, sagt Blume. Er nimmt aber auch die Autofahrer in die Pflicht, die in der dunklen Jahreszeit noch mehr Umsicht an den Tag legen müssten: „Beschlagene oder vereiste Scheiben müssen vor Antritt der Fahrt freigemacht werden, um gute Sicht zu haben.“


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