Feuerwehr Landkreis Oldenburg Rettungskräfte erleichtert über Ende des Moorbrands

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Unbürokratische Hilfe: Die Ortswehr Dötlingen reinigt einen Pionierpanzer Dachs, nachdem dieser eine Brandschneise in ein Waldstück gezogen hat. Foto: Jannis WilgenUnbürokratische Hilfe: Die Ortswehr Dötlingen reinigt einen Pionierpanzer Dachs, nachdem dieser eine Brandschneise in ein Waldstück gezogen hat. Foto: Jannis Wilgen

Delmenhorst. Der Moorbrand in Meppen ist gelöscht. Die aus Delmenhorst und dem Landkreis entsandten Einsatzkräfte freuen sich, dass die Katastrophe beendet ist.

Auch bei den Kräften von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) herrscht Erleichterung, nachdem der mehr als einen Monat währende Moordbrand in Meppen jetzt gelöscht ist, wie die Bundeswehr gestern mitgeteilt hat. „Wir sind sehr erleichtert, dass das erledigt ist“, sagte Delmenhorsts Feuerwehrchef Thomas Stalinski. Großereignisse wie der Moorbrand würden viel Personal und Gerät binden. Die Delmenhorster waren am 21. September mit 30 Feuerwehrleuten ausgerückt.

Einsatzdauer am Anfang unklar

„Bei unserem Einsatz war noch nicht klar, wie lange das dauern wird“, sagte Christian Zoschke, Sprecher der Feuerwehr im Landkreis Oldenburg. Circa 150 Einsatzkräfte sowie 35 bis 40 Fahrzeuge der Landkreis-Feuerwehren und zusätzliches Personal des Technischen Hilfswerks Hude-Bookholzberg waren vor Ort. „Als wir abgerückt sind“, so Zoschke, „war nicht klar, ob die Bereitschaft noch einmal gebraucht wird.“

Unbehagen hatten im Zuge der Einsätze Diskussionen über Messungen der Schadstoffbelastung ausgelöst, denen zufolge die Grenzwerte von Kohlenmonoxid um teilweise mehr als 100 Prozent überschritten wurden. Die Bundeswehr teilte nun mit, dass sämtliche Messwerte unterschritten worden seien.

„Wir haben anschließend alle erfasst und gefragt, ob jemand Rauch eingeatmet hat“, berichtete Stalinski. Dies sei Standard nach Einsätzen. Die Wehr aus Delmenhorst habe vom Wind her günstig gestanden.

Warten auf endgültige Werte

„Wir vertrauen auf offizielle Angaben des Landesfeuerwehrverbands“, sagte Christian Zoschke. „Und wir vertrauen darauf, dass uns von offizieller Stelle die Wahrheit gesagt wird.“

Das Technische Hilfswerk (THW) hatte in Stavern ein Zeltlager mit rund 400 Plätzen für seine Helfer aufgeschlagen. In direkter Nähe überstiegen die Messungen der Feuerwehr den Grenzwert. Auch Angehörige der Ortsgruppen Delmenhorst und Hude-Bookholzberg des Technischen Hilfswerks waren vor Ort.

Die Delmenhorster Grünen kritisierten gestern die Informationspolitik der Bundeswehr und des Verteidigungsministeriums im Zusammenhang mit dem Brand. Sie fordern eine lückenlose Aufklärung.


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