Lernen über fairen Handel Leckeres Thema bei Delmenhorster Kindertagen

Von Birgit Stamerjohanns

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Toben zum Auftakt: 65 Kinder haben sich zu den religiösen Kindertagen in St. Marien angemeldet, um mehr über die Schokolade und fairen Handel zu erfahren. Foto: Birgit StamerjohannsToben zum Auftakt: 65 Kinder haben sich zu den religiösen Kindertagen in St. Marien angemeldet, um mehr über die Schokolade und fairen Handel zu erfahren. Foto: Birgit Stamerjohanns

Delmenhorst. Schokolade steht im Mittelpunkt der religiösen Kindertage bei St. Marien in Delmenhorst. Im Ökumene-Weltladen können die Teilnehmer erleben, wie fair gehandelte Produkte vertrieben werden.

Sophie weiß schon, was auf sie zukommt. „Es wird total anstrengend, aber wenn man am Ende die lachenden Kinder sieht, ist es sehr schön.“ Gerade ist die ehrenamtliche Helferin dabei, Namensschilder für die 65 Kinder zu schreiben, die an den „religiösen Kindertagen“ in der katholischen Gemeinde St. Marien teilnehmen. Die Veranstaltung ist wieder einmal ausgebucht, viele Kinder sind bereits Stammgäste bei dem Ferienprogramm. Die 16-jährige Sophie hilft schon zum achten Mal. „Die Kinder finden es toll, religiöse Geschichten oder Themen einmal aus einem anderen Blickwinkel zu hören“, hat sie festgestellt. In diesem Jahr haben sie und die anderen Ehrenamtlichen sich allerdings kein biblisches Thema ausgesucht, sondern ein sehr weltliches: Es soll um fairen Welthandel gehen. Genauer gesagt um etwas, das wohl jedes Kind gern mag: die Schokolade. „Leckeres Thema“, findet auch Pfarrer Guido Wachtel, der die Kinder während der drei Tage begleitet.

Kinder werden zu Kakaobauern

Pastoralreferentin Marianne Etrich hat die religiösen Kindertage vorbereitet. Sie will den Teilnehmern an dem Ferienprogramm erst einmal klar machen, woher Schokolade kommt und wie sie produziert wird. Dazu haben sie und ihre Helfer ein Stationenspiel vorbereitet: „Die Kinder werden in dem Spiel zu Kakaobauernfamilien und müssen an den verschiedenen Stationen Aufgaben erfüllen“, erklärt die Pastoralreferentin. Dabei stellen sie allerdings auch fest, dass Kakaobauern in Südamerika oft ausgebeutet werden. „Wenn die Kinder hören, dass Kinder in anderen Teilen der Welt nicht zur Schule gehen können, weil sie arbeiten müssen und dafür nur wenig Lohn erhalten, ist die Empörung meistens groß“, so Marianne Etrich. Deswegen will sie dem Ökumene-Weltladen in der Bahnhofstraße einen Besuch abstatten. Die Kinder sollen sehen, was dort verkauft wird und wie das Prinzip des Weltladens funktioniert. Kostproben gibt es natürlich auch. „Die Kinder verstehen dann besser, dass man auch Schokolade kaufen kann, für die niemand ausgebeutet wird und von der die Bauern leben können“, so die Organisatoren der religiösen Kindertage. Außerdem wollen sie mit den Kindern selbst Schokolade herstellen.

Fair gehandelte Produkte zum Abschluss

Am Donnerstag um 15 Uhr enden die Kindertage in St. Marien mit einem Abschlussgottesdienst, zu dem auch die Eltern und anderen Angehörige eingeladen sind. Im Anschluss verkaufen die Teilnehmer fair gehandelte Produkte.


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