Kürbis, Kartoffel und Co. Delmenhorster Wochenmarkt mit großem Angebot an Saisonalem

Von Birgit Stamerjohanns

Meine Nachrichten

Um das Thema Delmenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Delmenhorst. Die Marktbeschicker haben bereits viel Herbstliches im Angebot. Äpfel müssen eine säuerliche Note haben, damit sie den Norddeutschen schmecken,

Den Star des Herbstes hat Christian Windhorst am vergangenen Wochenende verkauft. Ein Kürbis der Sorte „Gelber Zentner“ war es, der die Markbesucher staunen ließ. Mit 56 Kilogramm machte das Prachtstück seinem Namen alle Ehre. Eine Bäckerei hat ihn gekauft, um ihn zu Kürbisbrot zu verarbeiten. „Mit zwei Mann und Decken haben wir den in einen Hänger gewuchet“, so Christian Windhorst. Der „Gelbe Zentner“, den er an diesem Morgen mit nach Delmenhorst genommen hat, ist im Vergleich geradezu zart: nur 17 Kilogramm. In diesem Herbst, hat der Marktbeschicker beobachtet, sind vermehrt große Kürbisse gefragt: „Die Leute legen häufiger süß-sauer ein, und sie werden auch experimentierfreudiger, wenn es an die Zubereitung von Kürbissen geht.“ Wer noch Ideen braucht, bekommt von Christian Windhorst gleich das passende Rezept zum jeweiligen Kürbis in die Hand gedrückt.

Es wird bunt

Bei Heiko Moorschlatt wird es in diesem Herbst bunt. Die Kartoffeln sind längst nicht mehr nur gelbfleischig, sondern violett oder orange. Immer beliebter werden auch die Süßkartoffeln, die Heiko Moorschlatt selbst anbaut. „Unsere Sorte hat weißes Fleisch und einen intensiveren Geschmack als die Ware, die man normalerweise im Supermarkt bekommt“, so der Landwirt aus Hengsterholz. Die Süßkartoffeln kommen frisch vom Feld – ab Mitte September ist Erntezeit.

Neben Kartoffeln gibt es auf dem Delmenhorster Wochenmarkt jede Menge Pflaumen, Zwetschgen, Weintrauben und Kohl. „Der erste Rosenkohl ist reif und wird schon kräftig gekauft“, so Christian Windhorst. Steckrüben seien ebenfalls beliebt, und zwar nicht nur bei älteren Kunden, sondern auch bei den Jungen.

Süß-sauer ist angesagt

„Ich kaufe immer saisonal und regional ein“, erklärt Nina Mädler, die mit Sohn Paul im Buggy über den Wochenmarkt schiebt. Heute braucht sie ein paar Äpfel, und die gibt es bei Hendrik Quast. Der Obstbauer aus dem Alten Land hat 17 Apfelsorten im Angebot, die sich zum Einlagern eignen. Er hat auch Äpfel für alle, die das Obst eigentlich nicht vertragen: „Die Sorten Santana, Alkmene und Wellant sind Züchtungen, die für Allergiker geeignet sind“, sagt Hendrik Quast. Besonders beliebt sei bei den Kunden momentan die Sorte Wellant: Der Apfel sieht herbstlich-rustikal aus, findet Obstbauer Quast, und hat einen süß-sauren Geschmack. „Bei uns im Norden müssen die Äpfel immer leicht säuerlich schmecken, das mögen die Kunden am liebsten“, hat Hendrik Quast festgestellt. Er rät übrigens dazu, die Äpfel im Kühlschrank zu lagern, damit sie lange knackig bleiben.

Ein bisschen was fürs Auge hat Marius Wiegmans auf dem Rathausplatz aufgestellt: herbstliche Blumensträuße. Fertig gebundene Sonnenblumen für fünf Euro hat er im Angebot, außerdem Dahlien. Noch ist das Sortiment an spätsommerlichen Blumen groß, aber zum Herbst hin lichtet es sich: Die Chrysanthemen mit einer Blütezeit bis in den November hinein sind dann die letzten Schnittblumen des Jahres.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN