Straßenbau nördlich Delmenhorsts Landwirtschaft von B212n „gravierend betroffen“

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Der Neubau der Straße ist umstritten. Anwohner wehren sich. Archivfoto: Michael KornDer Neubau der Straße ist umstritten. Anwohner wehren sich. Archivfoto: Michael Korn

Delmenhorst. Einzelne landwirtschaftliche Betriebe im Norden Delmenhorsts werden von einem Neubau der B212n zwischen Harmenhausen und Bremen-Seehausen „gravierend“ betroffen sein. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachter der Landwirtschaftskammer. Erste Ergebnisse des Dialogforums für den geplanten Neubau wurden nun mitgeteilt. Eine nördliche Variante der Strecke sei am günstigsten.

Alle drei infrage kommenden Trassen für einen Bau der B212n im Norden Delmenhorsts würden in der Landwirtschaft „für einzelne Betriebe gravierend“ sein. Das stellte nun Renko Eilts fest, der Gutachter der Landwirtschaftskammer für das Dialogverfahren zu dem umstrittenen Neubau ist. Seine landwirtschaftliche Betroffenheitsanalyse ist ein erster Baustein des Trassenvergleichs für die Umfahrung von Deichhausen, so eine Mitteilung der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Im Vergleich schneide die sogenannte Variante 3 nördlich von Deichhausen und nördlich des Deiches am besten ab. Durch frühzeitige Flächenankäufe „können später im Verfahren aller Voraussicht nach Flächen angeboten werden, die den Flächenverlust der landwirtschaftlichen Betriebe kompensieren werden“, so Sebastian Mannl von der Landesstraßenbaubehörde. Der Straßenbau ist umstritten, weil deutlich mehr Verkehr hin und von einer Anschlussstelle befürchtet wird.

Mehr Verkehr an Stedinger Straße

Eine Prognose über die entstehenden Verkehrsströme im Straßennetz des Jahres 2030 sieht voraus, dass eine Verlagerung des Verkehrs aus den umliegenden Straßen auf die neue B212n in allen drei Varianten erreicht werde. Das ging aus der Analyse von Theo Janßen von der planenden Ingenieurgruppe IVV hervor. Wenn ein Vollanschluss der Stedinger Landstraße (L875)an die B212n in Deichhausen geschaffen wird, so die Prognose, wäre die B212n insbesondere im Norden Delmenhorsts eine attraktive Alternative zu den Routen über die Stromer Landstraße, L887 und die B75. Die Stedinger Landstraße würde deswegen deutlich stärker mit Fahrten belastet. Die B75, die L887 (unter anderem Bremer Straße) und sehr deutlich die Stromer Landstraße würden durch den Vollanschluss entlastet.


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