Land saniert Sportstätten Delmenhorster Vereine setzen sich für Kunstrasenplatz ein

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Haben den Kunstrasenplatz im Blick: Bastian Ernst (CDU), Manfred Engelbart (Atlas), Sebastian Lechner (Landtagsabgeordneter), Michael Wild (Heidkrug), Dieter Michael Beier (Hasbergen) und Marco Castiglione (Jahn). Foto: Marie BusseHaben den Kunstrasenplatz im Blick: Bastian Ernst (CDU), Manfred Engelbart (Atlas), Sebastian Lechner (Landtagsabgeordneter), Michael Wild (Heidkrug), Dieter Michael Beier (Hasbergen) und Marco Castiglione (Jahn). Foto: Marie Busse

Delmenhorst. Für die Delmenhorster Sportvereine ist die Diskussion um einen Kunstrasenplatz noch nicht vom Tisch. Sie haben am Mittwoch, 26. September, mit Sebastian Lechner, innenpolitischer Sprecher der CDU im Landtag, über Fördermöglichkeiten gesprochen.

Mit 100 Millionen Euro will das Land Niedersachsen in den kommenden Jahren Sportstätten sanieren – und davon wollen auch die Delmenhorster Sportvereine profitieren. Ein Kunstrasenplatz steht an erster Stelle ihrer Wunschliste. Das haben Vertreter von Atlas, Heidkrug, Hasbergen und Jahn am Dienstag dem CDU-Landtagsabgeordneten Sebastian Lechner mit auf den Weg gegeben. Lechner kam auf Einladung des CDU-Stadtbezirksvorstehers Bastian Ernst. Als Mitglied des Innenausschusses erarbeitet er gemeinsam mit dem Ministerium die Kriterien für die Sportstättenförderung. Die Stadt Delmenhorst plante für den Haushalt 2019 kein Geld für einen Kunstrasenplatz ein. Nun setzen die Vereine auf Unterstützung aus Hannover.

Argumente für den Kunstrasenplatz

Denn für einen Kunstrasenplatz spricht aus Sicht der Vereinsvertreter einiges: Am offensichtlichsten wirke sich der Platz auf die Spielpläne aus, da weniger Spiele ausfielen. „Von den Herbstferien bis zu den Osterferien können wir den Fußballern kein Angebot bieten“, sagte Marco Castiglione vom TV Jahn. Das sei zahlenden Vereinsmitgliedern nur schwer zu vermitteln. Und auch auf den Leistungssport habe der fehlende Platz Auswirkungen. Manfred Engelbart vom SV Atlas: „Wir müssen schon auf Plätze von Nachbarvereinen ausweichen.“ Rund 700.000 Euro kostet ein Kunstrasenplatz, schätzt Engelbart. Eine sinnvolle Investition, meinte Castiglione, denn „die Kosten der Bewässerung der Rasenplätze werden in den nächsten Jahren steigen.“

Entscheidung bei Innenministerium

Argumente, die den Landtagsabgeordneten überzeugten. Er nahm das Anliegen der Vereine mit zum Gespräch mit Boris Pistorius, Innenminister Niedersachsens. „Wir legen aber nur die Richtlinien fest, die Kommunen stellen Anträge und das Innenministerium entscheidet darüber“, stellte Lechner klar. Auch Finanzierungen gemeinsam mit Städten und Kommunen seien möglich. Schon ab dem 1. Januar könnten die Anträge gestellt werden. Lechner: „Dann muss die Stadt schnell sein, um Geld zu erhalten.“

Und abseits der Fördermöglichkeiten sei es schon besonders, dass Delmenhorst als einzige kreisfreie Stadt in Niedersachsen über keinen Kunstrasenplatz verfügt, merkte Lechner an. Zum Vergleich: In der ebenfalls kreisfreien Stadt Wilhelmshaven gibt es laut Verwaltung drei solcher Plätze.


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