Projekt „Stadtentdecker“ Delmenhorster Schüler sollen keine besorgten Bürger werden

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Das ist das Team hinter dem Projekt: (von links) Johann Böhmann, Hevyea Hage-Khalel, Enna Waterholter, Anna Stumpe, Steffen Motzkus, Daniel Krauss. Foto: Vincent BußDas ist das Team hinter dem Projekt: (von links) Johann Böhmann, Hevyea Hage-Khalel, Enna Waterholter, Anna Stumpe, Steffen Motzkus, Daniel Krauss. Foto: Vincent Buß

Delmenhorst. Delmenhorst für Jugendliche attraktiver machen – das ist das Ziel des neuen Projekts „Stadtentdecker*in“. Vorgestellt wurde es Schülern, Schulen und Vereinen am Mittwoch, 13. September, im Kino Maxx.

Vielen Heranwachsenden sei Delmenhorst egal, fand Anna Stumpe vom Delmenhorster Institut für Gesundheitsförderung (DIG) heraus. Das will das Institut mit dem Projekt „Stadtentdecker*in“ ändern, indem Jugendliche und Anbieter von Freizeitaktivitäten zusammenkommen. Langfristig sollen Kinder mehr mitentscheiden. Denn die seien die besorgten Bürger von morgen, heißt es beim DIG.

„Delmenhorst und du“ für Schüler

Ein Bestandteil der „Stadtentdecker*in“ richtet sich deshalb direkt an Schüler. Unter dem Titel „Delmenhorst und du“ sollen in der letzten Oktober- und ersten Novemberwoche Projekttage an allen weiterführenden Schulen der Stadt stattfinden. Es geht um Alltag, Freizeit und Orte. „Delmenhorst: Die Stadt in der ich (nicht) leben will“ lautet ein Themenvorschlag. „Die Jugendlichen können so Änderungswünsche und Ideen einbringen“, erklärt Anna Stumpe.

Wie genau die Projekte aussehen, bleibt den Schülern überlassen: Von Fotos über Skulpturen bis virtuelle Stadtspaziergänge ist vieles möglich. Bis zum 1. Oktober können sich Schulen für das Projekt anmelden auf der Website www.stadtentdecker-in.de. Jugendliche können sich aber auch selbst registrieren. Präsentiert werden die Ergebnisse am „Tag der Tausend“ am 23. und 24. November.

„Tag der Tausend“ mit Vereinen und Organisationen

Dort treffen die Schüler dann auch auf die andere Seite: Vereine, Organisationen und Unternehmen. Diese sollen zeitgleich möglichst die gesamte Stadt mit Spielen und anderen Aktionen für Jugendliche beleben. Der „Tag der Tausend“ ist Stumpe zufolge besonders attraktiv für Organisationen, die Probleme haben, Nachwuchs zu finden.

Anmeldungen sind ebenfalls bis zum 1. Oktober möglich unter www.stadtentdecker-in.de. Privatpersonen können keine Aktionen anbieten. Die Teilnahmegebühr beträgt laut DIG-Direktor Johann Böhmann voraussichtlich 100 Euro.

Austausch über „MyCityBoard“

Bereits vor dem „Tag der Tausend“ kommen Schüler und Vereine in Kontakt. Auf dem Online-Portal www.mycityboard.de müssen die Freizeitaktionen aufgelistet werden. Außerdem kann sich dort über Vorschläge ausgetauscht werden. „Delmenhorst bietet viel fruchtbaren Boden für Ideen“, ist Böhmann überzeugt. „Viele Bewohner reden die Stadt aber schlecht.“ Das Projekt „Stadtentdecker*in“ wird gefördert vom Bundesfamilienministerium und ist Bestandteil des Bundesprogramms „Demokratie leben“.


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