Jobcafé im Jobcenter Steighilfe auf der Suche nach Arbeit in Delmenhorst

Von Frederik Grabbe, 12.09.2018, 14:22 Uhr
Lockeres Kennenlernen: Die Bewerberin Suheyle Kucmaz informierte sich bei Hergen Kämena, Chef von Müllers Wurstdiele. Foto: Frederik Grabbe

Delmenhorst. Bei einer Tasse Kaffee und im lockeren Gespräch eine Perspektive auf Arbeit finden: Das ist das Ziel der Jobcafés von Jobcenter und Agentur für Arbeit. Am Mittwoch wurden auf diese Weise 150 Arbeitslose und sechs Unternehmen zusammengebracht.

Es soll ein zwangloser Austausch zwischen Arbeitslosen und Arbeitgebern sein: Das Jobcafé von Jobcenter und Agentur für Arbeit in Delmenhorst ist ein Rahmen, der beide Seiten in lockerer Atmosphäre zusammenbringen soll. Am Mittwoch waren rund 150 arbeitslose Erziehende und Alleinerziehende eingeladen, sich im Jobcenter an der Nordwollestraße ein Bild über freie Stellen zu machen. Dabei kamen sie auch mit sechs potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch .

Sechs Unternehmen stellen sich vor

Wie etwa die Delmenhorster Heimstiftung: „Wir könnten in der Pflege, in der Großküche und im Bereich Hauswirtschaft sofort acht Stellen besetzen“, sagte Geschäftsführer Christian Baars für sein Unternehmen, das in Delmenhorst drei Standorte unterhält. Von 450-Euro-Jobs bis 30-Stunden-Tätigkeiten sei alles dabei. Ein paar Meter weiter suchte Hergen Kämena, Chef von Müllers Wurstdiele, zwei Teilzeitkräfte für den Verkauf, die aber auch nicht zwingend aus diesem Bereich stammen müssen. „Von interessanten Gesprächen“ sprach Kämena, aber auch vom Druck seine offenen Stellen auch besetzen zu müssen.

Münkewarf: Ziel ist, Arbeitslose näher an den Arbeitsmarkt zu bringen

Das allerdings ist beim vom Arbeitgeberservice von Jobcenter und Agentur organisierten Jobcafé nicht allererste Zielsetzung: „Bei der vergangenen Auflage im März sind vier Menschen direkt in Arbeit vermittelt worden. Dafür sind wir sehr dankbar“, sagte der Geschäftsführer des Jobcenters, Frank Münkewarf. „Aber in erster Linie geht es darum, Berührungsängste abzubauen und Arbeitslose näher an den Arbeitsmarkt zu bringen.“ Dafür reiche es schon aus, Kontakte zu schließen, die Bewerbungsunterlagen für das Jobcafé zu aktualisieren und die Menschen wieder näher an den Bewerbungsprozess zu bringen, ergänzte Kristjan Messing, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven. „Wenn es nicht sofort mit einem Job klappt, dann beim nächsten oder übernächsten Gespräch.“ Und angenommen, ein Geschäftsfeld wie die Seniorenpflege erscheint interessant, könnte ein Arbeitsloser mit dem Jobcenter oder Agentur über mögliche Weiterbildungen sprechen, wenn er in dem Bereich beruflich nicht zuhause ist.

(Weiterlesen: Boom der Wirtschaft geht an Delmenhorster Langzeitarbeitslosen vorbei)

Niemand der angeschriebenen Arbeitslosen des Jobcenters oder der Agentur werde verpflichtet, bei diesem „locker lässigen Zusammentreffen“, wie Münkewarf es nannte, dabei zu sein.

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